Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Überraschungspaket für die Neubürger

OB Marold Wosnitza, Anne Kraft (rechts) und Melanie Stalter-Heyner von der Wirtschaftsförderung präsentieren die neue Mappe mit
OB Marold Wosnitza, Anne Kraft (rechts) und Melanie Stalter-Heyner von der Wirtschaftsförderung präsentieren die neue Mappe mit Gutscheinen, die alle Neubürger ab sofort bekommen.

„Ich sehe was, was Du nicht siehst“ steht auf einer Broschüre über Gästeführungen in Zweibrücken. Damit Neuankömmlingen nichts entgeht in Zweibrücken, hat die Stadt jetzt 1000 Neubürgermappen zusammengestellt, die eine Vielzahl von Broschüren und als Neuerung Gutscheine für 20 Geschäfte in der Innenstadt enthält.

Vorgestellt haben die Neubürgermappe am Montag Oberbürgermeister Marold Wosnitza, Wirtschaftsförderin Anne Kraft und deren Mitarbeiterin Melanie Stalter-Heyner, die den Mappenumschlag und die Gutscheine gestaltet hat. Die Druckkosten von 2500 Euro hat die Gesellschaft für Wohnen und Bauen übernommen.

„Wir haben rund 1000 Neubürger im Jahr in Zweibrücken. Denen wollen wir eine Mappe an die Hand geben, anhand derer sie sich schnell orientieren können“, sagte OB Wosnitza. Ab sofort werden die Mappen bei der Anmeldung im Bürgerbüro an jeden Neubürgerhaushalt kostenlos ausgegeben. Dazu gehören ein Stadtplan, ein Flyer zur Sozialen Stadt, Informationen zum Outlet, das Heft zum Zweibrücker Stadtrundgang, ein Kinderstadtplan, ein Heftchen zum Stadtmuseum, die Freizeitkarte von Stadt und Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Flyer zu Premium-Wanderwegen und zum Badeparadies, ein Abriss der Zweibrücker Geschichte und das Programm der Volkshochschule sowie die Informationsbroschüre „Zweibrücken. Stadt, Land, Wasser“. Alles Informationsschriften, die nicht neu sind, aber in dieser Zusammenstellung bislang nur im Kulturamt erhältlich waren.

Neu sind zwei Bögen mit Abrissgutscheinen für 20 Zweibrücker Geschäfte in der Innenstadt. Rabatte beim Einkauf, je ein kostenloses Getränk in drei Gastronomiebetrieben und auch einmal freier Eintritt in den Rosengarten sind „die Willkommensgeschenke der Verwaltung an die Neubürger“, wie Wosnitza es ausdrückte. Ganz neu ist die Idee nicht, wie er zugab, und sie stamme auch nicht von ihm, dennoch sei sie gut.

Probleme hatte die Wirtschaftsförderung während des Lockdowns, die Geschäftsinhaber zu erreichen, von denen schließlich 20 mitmachten bei den Gutscheinen. „Wir hätten auch 30 genommen“, erklärte Wirtschaftsförderin Anne Kraft. Im Nachhinein hätten sich noch etliche Geschäftsinhaber gemeldet und Interesse bekundet. Somit könnten die Willkommensgeschenke für künftige Neu-Zweibrücker in Form von Gutscheinen demnächst großzügiger ausfallen. Ein Ämter- und Telefonverzeichnis der Stadtverwaltung ist im Neubürgerpaket nicht mehr enthalten. „Das sind Sachen, die suchen sich die Leute mittlerweile eher im Internet“, ist Anne Kraft überzeugt. Daher hat man auch darauf verzichtet, die in die Jahre gekommene alte Neubürgerbroschüre in die Mappe zu legen, bei der seit Jahrzehnten meist nur das Foto des amtierenden Oberbürgermeisters ausgetauscht wurde.

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