Zweibrücken Durchmarsch bis in die A-Klasse

In schwarzen Shirts mit roten Aufdruck feierte die Mannschaft des TSC Zweibrücken ausgelassen ihren Titelgewinn. Über die Saison
In schwarzen Shirts mit roten Aufdruck feierte die Mannschaft des TSC Zweibrücken ausgelassen ihren Titelgewinn. Über die Saison verlor die TSC-Zweite nur vier Spiele, eine Partie wurde am grünen Tisch abgegeben.

«ZWEIBRÜCKEN.» Die zweite Garnitur eines Landesligisten spielt nur in der C-Klasse? Für den TSC Zweibrücken war das augenscheinlich ein unhaltbarer Zustand, deshalb wurde schon in der Spielzeit 2016/17 mit aller Macht auf den Aufstieg hingearbeitet. Und da sich eine A-Klassen-Mannschaft als Unterbau noch besser macht, marschierte der Sportclub in dieser Saison kurzerhand durch: Das Team wurde vorzeitig Meister der B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West.

Trainer Jürgen Tüllner erlebte seine Truppe während der Runde absolut souverän. Nach dem ersten Spieltag stand noch die SG Harsberg-Schauerberg auf dem Platz an der Sonne, eine Woche darauf löste der TSC II die SG als Spitzenreiter ab und hielt diese Position konsequent bis zum Rundenschluss. „Das kam für alle im Verein überraschend, Ziel war eigentlich ein gesicherter Mittelfeldplatz“, meint Tüllner. Warum die Erwartungen übertroffen wurden, kann der Sportclub-Coach aber ganz einfach erklären: „Wir haben eben richtig guten Fußball gespielt.“ Dass mit Cüneyt Eren und Marcel Julier zwei Leistungsträger dauerhaft in den Kader der TSC-Landesliga-Mannschaft abgegeben wurden, habe die Truppe gut aufgefangen. Mit Tüllners Sohn Mirko hatte man ja einen Ausnahmestürmer zur Verfügung. „Der gehört jetzt auch zum 20er Kader unserer ersten Mannschaft“, berichtet der Trainer. Dass der TSC Zweibrücken II bei aller Qualität keine Übermannschaft war, machte sich während des letzten Saisondrittels bemerkbar. Ende April kassierte die Tüllner-Elf innerhalb von vier Tagen je ein 0:1 gegen den SSV Höheinöd und gegen den PSV Pirmasens. „Gegen Höheinöd haben wir unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert und verdient verloren. Das Spiel gegen den PSV Pirmasens hätte auch 0:0 ausgehen können, das war eine unglückliche Niederlage“, meinte Jürgen Tüllner. Diese Mini-Negativserie brachte das Team auf seinem Weg zur Meisterschaft aber nicht wirklich aus dem Tritt. Verloren hat der Sportclub während der gesamten Saison nur vier Partien, außerdem bekam er drei Punkte aus dem Rückrundenspiel gegen die VB Zweibrücken II abgezogen, weil in dieser Begegnung ein Spieler aus dem Landesliga-Kader zu viel eingesetzt wurde. Von den 15 B-Klassen hat der Sportclub gemeinsam mit dem Zweiten SG Thaleischweiler-Fröschen die wenigsten Gegentreffer kassiert (28), Trainer Tüllner klassifiziert seine Abwehr als „überragend“. Die qualitativ hochwertige Defensive soll auch in der neuen Saison ihren Teil zum Erfolg beitragen, primäres Ziel sei der Klassenerhalt. Jürgen Tüllner liebäugelt aber mit einem einstelligen Tabellenplatz. Seine Truppe, die noch auf einigen Positionen verstärkt werde, gebe das her. „Wir sind eine spielstarke Mannschaft, und die Luft stimmt auch.“ Der Meisterkader Tor: Hans Bodmer (39 Jahre/7 Einsätze/0 Tore), Alexander Ernst (21/3/0), Antonio Longo (28/10/0), Martin Kozel (41/5/0) Abwehr: Ugur Alsac (35/5/0), Jan Brennemann (22/22/0), Nico Brand (25/2/0), Manuel Eckhard (25/15/4), Christian Edlmann (33/21/2), Marcel Julier (19/10/3), Julian Laabs (35/25/4), Dominic Lang (26/1/0), Jesus Sanchez (37/5/0), Christian Träutlein (24/2/0), Luca Wachalle (20/17/0), Dennis Sikora (23/3/0) Mittelfeld und Angriff: Admir Alimanovic (24/15/9), Burak Bilaloglu (20/4/2), Hassan Butt (26/4/0), Cüneyt Eren (26/11/5), Ahmed El Khadem (32/4/2), Tobias Gampfer (21/14/0), Janik Gerlinger (21/26/2), Marco Gerlinger (24/9/5), Emre Göz (23/1/0), Pascal Julier (21/7/5), Steffen Knäple (31/18/0), Eric Lira-Muntowski (26/1/0), Rene Müller (24/6/2), Julian Morsch (21/2/0), Lorik Preniqi (20/11/0), Jan Tüllner (25/1/0), Mirko Tüllner (20/26/41), Marc Stauter (23/16/11), Marcel Brödel (24/5/3), Jan Patrick Buchheit (20/4/4), Alexander Decker (26/4/0), Nico Hunsicker (18/6/0), Sascha Klein (25/13/6), Florian Probst (19/1/0) Trainer: Jürgen Tüllner, 50 Jahre.

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