Handball
Drittligist SV 64 empfängt mit der Coburger Zweiten die nächsten Bayern
Kicken zum Trainingsauftakt sei immer eine Belohnung nach einem Sieg, bestätigt SV-Trainer Stefan Bullacher. Am Dienstag durfte sein Team den Erfolg zum Start der Klassenverbleibsrunde beim Fußball nachwirken lassen. Am Samstag soll ab 18 Uhr Sieg zwei folgen: Der oberfränkische HSC 2000 Coburg II ist zu Gast in der Westpfalzhalle.
Handballer können oft kicken, aber beim SV 64 gibt es auch sehr gute Fußballer. „Fabian Naumann“, sind sich die SV-Handballer einig, ist aktuell einer der besten, wenn nicht sogar der beste Fußballer im Team. „Ich habe drei Jahre Fußball gespielt“, erzählt Naumann. Beim SV Elversberg, im saarländischen Fußball, gerade auch in der Ausbildung, eine Top-Adresse. Die Leidenschaft für den Handball gewann aber bei Naumann.
Das Siegerbier steht schon bereit
„Früher haben wir uns bekämpft, heute gewinnen wir zusammen“, flachsten Abwehrchef Tom Grieser und SV-Spielmacher Tim Götz nach der Wahl zur RHEINPFALZ-Mannschaft des Jahres, die dem Team 50 Liter Gerstensaft bescherte, das zum passenden Zeitpunkt als Siegerbier getrunken wird.
Grieser, seit Wochen in Top-Form, spielte gegen Günzburg überragend. Im Angriff kann er sich am Samstag Verschnaufpausen gönnen, um im langen Kampf gegen den Abstieg fit zu bleiben. Kreisläufer Kevin Knieps, der zuletzt krank fehlte, ist ins Training zurückgekehrt. Wie der wiedergenesene Torwart Alexander Dörr, der gemeinsam mit Marko Ivankovic, der erneut aushilft, das Dream-Team-Torwartduo aus dem Aufstiegsjahr bildet. Dafür muss Alex Sema krank passen. Wer wirklich auflaufen kann, „das bleibt immer bis zum Spieltag abzuwarten“, weiß Stefan Bullacher, dass Corona aktuell bei den Mannschaftsaufstellungen aller Teams ein gewichtiges Wörtchen mitredet. Sicher fehlen wird Linksaußen Sebastian Meister.
Giona Dobrani und Nils Wöschler wieder dabei
Für ihn wird Giona Dobrani links für Angriffsschwung sorgen. Auch Nils Wöschler, einer der Matchwinner gegen Günzburg, ist gegen Coburg wieder mit von der Partie . „Wechselmöglichkeiten sind einfach enorm wichtig“, unterstreicht Bullacher. Genauso wie der Zusammenhalt und die Unterstützung von der Tribüne. „Super war das, immer mal wieder Gänsehaut“, freuten sich Hammann und Co. noch am Dienstag über die prickelnde Atmosphäre in der Westpfalzhalle, auf die sie wieder hoffen.
Die Zweibrücker wissen, dass ein Sieg gegen Coburg II nach dem gegen die bayrischen Schwaben aus Günzburg doppelt positiv wäre. Sie selbst blieben im Rennen um den Klassenverbleib. Und für Coburg II – das auch gefährdet ist, weil die erste Mannschaft der Franken in der Zweiten Bundesliga abstiegsbedroht ist – wäre eine Niederlage der Abstieg in die Bayernliga. Eine Hypothek von 0:8 Punkten wäre nicht mehr zu tilgen.