Zweibrücken Dieser Treffpunkt ist nicht nur gemütlich – er schmeckt auch gut

Kinder der Glücks-AG sowie der Garten- und Umwelt-AG der Grundschule Sechsmorgen bepflanzen die Hochbeete.
Kinder der Glücks-AG sowie der Garten- und Umwelt-AG der Grundschule Sechsmorgen bepflanzen die Hochbeete.

Im Wohngebiet Sechsmorgen gibt es einen neuen Treff für die Nachbarschaft. Zum Hinsetzen, Plauschen – und zum Naschen.

Einige Familien mit Kinderwagen haben schon neugierig vorbeigeschaut; manch älterer Quartierbewohner muss noch ein wenig Mut fassen, bis er sich vom Balkon hinunter auf die Wiese wagt. Auf der Grünfläche zwischen dem Haus Scheiderbergstraße 64 und dem Spielplatz stehen neuerdings drei Holzkästen. Seitlich sind sie mit Sitzgelegenheiten bestückt; oben sind sie als Hochbeete ausgestaltet. 20 Kinder aus zwei Garten-AGs der Grundschule Sechsmorgen haben hier am Freitag Johannisbeeren, Bohnen, Erdbeeren, Küchenkräuter und anderes Essbares in torffreie Humuserde eingepflanzt. „Hier können sich die Anwohner treffen und zusammensetzen. Gern dürfen sie auch vom Beerenstrauch naschen oder sich ein paar Kräuter für zuhause abschneiden“, erzählt Kerstin Pick vom Zweibrücker Öko-Zusammenschluss ZW-Vernetzt. Die meisten Pflanzen, die die Grundschüler hier mit Feuereifer in die Erde gesetzt haben, stammen aus Kerstin Picks privatem Garten.

Gleich geht’s zur Belohnung rüber auf den Spielplatz.
Gleich geht’s zur Belohnung rüber auf den Spielplatz.

„Wie heißt das hier? Ringelblume? Das ist aber ein lustiger Name“, staunte ein Mädchen aus der „Glücks-AG“ der Sechsmorgenschule am Freitagmorgen bei der Arbeit. Zur Belohnung ihres fleißigen Einsatzes durften sich die Grundschüler hinterher auf dem angrenzenden Spielplatz austoben. Der neue Wohngebiets-Treffpunkt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gebäudegesellschaft Gewobau, von ZW-Vernetzt und der JVA Zweibrücken, in deren Schreinerei die drei Hochbeete mit Sitzbänken angefertigt wurden. Das nötige Kleingeld stammt aus einer Spende von Edeka Ernst. „Zuvor wurden schon drei baugleiche Exemplare im Hof des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses installiert – in Kooperation mit der evangelischen Jugendzentrale“, sagt Karin Grgic von ZW-Vernetzt. Die Grundschüler haben einen Gießplan erstellt, nach dem sie die jungen Pflänzchen pflegen werden. Jetzt muss dass neue Quartier-Angebot nur noch bei den Anwohnern auf die erhoffte Resonanz stoßen.

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