Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Die Zweiten sind die Ersten

Stadtmeister nach Elfmeterschießen wurde der TSC Zweibrücken II.  Foto: Laborenz
Stadtmeister nach Elfmeterschießen wurde der TSC Zweibrücken II.

FUSSBALL: „Das ist fantastisch, Jungs. Das ist Geschichte.“ Ahmed El Khadem-Neuhäuser, Trainer der zweiten Mannschaft des TSC Zweibrücken, war gestern kurz vor 18.30 Uhr schier aus dem Häuschen. Seine Truppe war gerade Stadtmeister geworden, durch ein 4:3 im Elfmeterschießen gegen die eigene erste Garnitur.

ZWEIBRÜCKEN. „Das ist fantastisch, Jungs. Das ist Geschichte.“ Ahmed El Khadem-Neuhäuser, Trainer der zweiten Mannschaft des TSC Zweibrücken, war am Sonntagabend schier aus dem Häuschen. Seine Truppe war gerade Stadtmeister geworden – und zwar durch ein 4:3 im Elfmeterschießen gegen die eigene erste Garnitur.

Auch das Spiel um Platz drei war im Westpfalzstadion vor nicht sehr großer Kulisse eine vereinsinterne Angelegenheit, die vom Elfmeterpunkt entschieden wurde. Hier gewann die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim I gegen die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim II mit 4:2. In beiden Begegnungen war die reguläre Spielzeit torlos verstrichen.

Antonoros Elfer besiegelt den Sieg

Luca Antonoro war der Schütze des entscheidenden Elfers, der El Khadem-Neuhäuser so in Verzückung versetzte. Zuvor hatte TSC-1-Keeper Joshua Prine zwei Schüsse in Klassemanier entschärft, auch Emil Epstein, der bei der zweiten Mannschaft im Kasten stand, konnte einen Penalty abwehren.

Pascal Julier, im Trikot der TSC-Landesliga-Truppe, trat seinen Elfer am Tor vorbei. Als dann Antonoro einlochte, gab es beim B-Klassisten vom Wattweiler Berg kein Halten mehr. „Geil“, tönte es unisono aus mehreren Kehlen, nach dem ersten Freudentanz wurde der frischgebackene Stadtmeister von den Erstmannschaftsspielern fair abgeklatscht und beglückwünscht.

Beherzte auftretende Mannschaft

„Wir haben die taktische Struktur gut gehalten“, lobte Ahmed El Khadem-Neuhäuser seine junge Mannschaft. Sie sei beherzt aufgetreten und habe sich der Herausforderung, gegen die spielerisch stärkere Mannschaft anzutreten, gestellt. Der Coach räumte freilich ein, dass zu einem Sieg im Elfmeterschießen auch Glück gehört.

Während der regulären Spielzeit hatte die erste Mannschaft einige sehr gute Chancen, unter anderem durch Benjamin Hamani und Pascal Julier. Mit Emil Epstein stand aber ein reflexschneller Schlussmann im gegnerischen Kasten, der auch Bälle aus nächster Nähe abwehren kann. Die dickste Möglichkeit der zweiten Garnitur vergab im zweiten Spielabschnitt Nico Krebs. Er lief der gegnerischen Abwehr auf und davon, ließ zwei Deckungsspieler aussteigen, legte sich dann den Ball im Strafraum aber einen Ticken zu weit vor und bescherte sich so einen ungünstigen Schusswinkel. Mit etwas mehr Erfahrung hätte Krebs in dieser Szene sicher einen Treffer markiert.

Dass seine Mannschaft gegen die Zweite den Kürzeren zog, machte Jan Weinmann keinen allzu großen Kopf. Der neue Trainer des Landesligisten, der nach den Abgängen von Dennis Gerlinger, Sayfedine El Khadem und Jan-Patrick Buchheit neue Lösungen für den Sturm suchen muss, wollte keinem seiner Fehlschützen einen Vorwurf machen. „Mit mehr Konsequenz während der normalen Spielzeit, hätte es gar kein Elfmeterschießen gegeben“, meinte er.

Vorjahressieger enttäuscht

Ein anderer Coach des Nachmittags war dagegen schon sichtbar enttäuscht. Jannick Rinner, von der SG VB Zweibrücken/SV Ixheim I konnte dem dritten Platz nicht wirklich etwas Positives abgewinnen. Seine Mannschaft sei mit dem Vorsatz ins Stadion gekommen, sich den Zuschauern gut zu präsentieren, das sei in der Vorrunde kaum geglückt und habe sich im Halbfinale fortgesetzt. Das Halbfinale verlor die Rinner-Elf mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den späteren Turniersieger TSC II, Rinner sah seine Mannschaft in dieser Partie umständlich und unentschlossen agieren. „Totalausfall“, sagt er kurz und knapp.

Im anderen Halbfinale machte der TSC Zweibrücken I mit der zweiten Mannschaft der SG VB/Ixheim nicht viel Federlesen. Durch einen Doppelschlag von Dennis Hirt und einen Distanzschuss von Cüneyt Eren stand es zum Seitenwechsel schon 3:0, ein weiteres Tor von Eren sorgte für den Endstand.

Endspiel: Marcel Julier vom TSC I (vorne in Weiß) setzt sich gegen Phillipp Schullakow durch, verfehlt aber das von Emil Epstein
Endspiel: Marcel Julier vom TSC I (vorne in Weiß) setzt sich gegen Phillipp Schullakow durch, verfehlt aber das von Emil Epstein gehütete Tor des TCS II.
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