Zweibrücken Die Wochenend-Kolumne: Ich bin der Meinung, dass ...

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Die Hallplatz-Galerie soll attraktiver werden. Das hat die Zweibrücker City-Managerin Petra Stricker der Öffentlichkeit ausgerichtet. Ausrichten lassen hat es die Firma, die die Galerie verwaltet. So weit, so schön. Allein: Es fehlt der Glaube. Im Dezember hat die Berliner Firma Vista Venture die Hausverwaltung der Galerie übernommen. Seither kümmert sie sich um die Vermietung, die Sauberkeit und Reparaturen. Mehr oder weniger. Eher weniger. Vista Venture ist in Zweibrücken noch nicht in Erscheinung getreten; Fragen beantwortet man langsam und knapp oder gar nicht. Vista Venture sitzt in Berlin. Und das ist weit weg. Der Besitzer der Hallplatz-Galerie ist noch weiter weg. Es handelt sich um den Immobilienfonds Puma Brandenburg Ltd, der auf der britischen Steuerspar-Insel Guernsey sitzt. Dort wissen die wenigsten, wo Zweibrücken überhaupt liegt. Insofern ist fraglich, was davon zu halten ist, wenn Puma Brandenburg via Zweibrückens City-Managerin ausrichten lässt, dass Puma Brandenburg Ltd „die Bewirtschaftung“ der Hallplatz-Galerie „für verbesserungsfähig hält“. Verbesserungsfähig ist absolut korrekt, wenn auch stark untertrieben. Denn bekanntlich ist die Bewirtschaftung seit mindestens 15 Jahren verbesserungsfähig. Gleichwohl ist es mit der Galerie immer weiter bergab gegangen. Nun liebäugelt auch das wichtigste Geschäft in der Galerie, der Cap-Markt, mit dem Auszug. Der Betreiber des Cap-Marktes hat schon vor Jahresfrist klipp und klar erklärt, dass er den Lebensmittel-Markt in der Galerie nicht wird halten können, wenn in der Innenstadt ein Netto-Markt öffnet. Bald beginnt der Bau dieses Netto-Marktes. Puma Brandenburg und Vista Venture haben nicht mehr viel Zeit, Cap vom Bleiben zu überzeugen oder einen Ersatz-Magneten zu suchen. Gelingt das nicht, ist die Galerie tot. Statt von der Insel aus Sprüche zu klopfen, über die die Mieter der Hallplatz-Galerie nur bitter lachen, muss Puma Brandenburg an die Arbeit gehen. Und zwar schleunigst. Der Reiterverein Sickingerhöhe hatte am Mittwoch Generalversammlung. Es war die erste nach sechs Jahren. Da hatte sich gewaltig Missmut angesammelt. Am Ende hatten sich die Freunde des Reitsports so in den Haaren, dass nun das Amtsgericht die unübersichtliche Lage im Verein klären soll. Es ist sehr zu hoffen, dass das gelingt. Und noch mehr ist zu hoffen, dass der Verein dereinst wieder Pferderennen im Meilbächeltal veranstaltet. Die Atmosphäre dort war einmalig.

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