Zweibrücken Die Supertruppe kann warten

CONTWIG. Das Wir steht bei den Damen des Bezirksligisten SC Stambach im Vordergrund. Trainer Udo Entenmann schwärmt vom Zusammenhalt seiner Mannschaft. Den Erfolg mit Platz zwei im Vorjahr leitet er von der Geschlossenheit seiner Truppe ab. Zum zweiten Mal in Folge hat der SC keinen Abgang zu verzeichnen.
Mit dem zweiten Rang in der Schlusstabelle hätte der SC Stambach auch in der Landesliga spielen können. Doch man verzichtete. „Wir wollen als Meister aufsteigen, denn gerade für unsere Frischlinge wäre die Landesliga zu früh gekommen“, begründet das Entenmann. Mit Frischlingen meint er seine zwei Neuen im Kader, Paula Weber und Nicole Wende, die im Spielbetrieb noch unerfahren sind. „Das wird schwierig für die Neuen, wir haben einen großen und ausgeglichenen Kader“, meint Entenmann. 21 Spielerinnen bieten sich dem SC-Coach an. „Mit dem großen Kader kann man auch mal Ausfälle besser kompensieren, da haben wir schon anderes erlebt“, betont Entenmann. Denn in den vergangenen Jahren kam es durchaus vor, dass man mit weniger als elf Spielerinnen auf dem Platz stand, da sich nicht genügend Kicker gefunden hatten. Neben der Breite des Kader habe sich auch dessen Niveau gesteigert. „Unser Ziel ist es, dass wir uns kontinuierlich steigern, dass wollen wir auch in diesem Jahr erreichen.“ Als Favoriten in der Klasse sieht Entenmann die SG Hornbach/Rimschweiler sowie die Teams aus Heltersberg, Erfweiler und Harsberg-Schauerberg. „Wer Meister werden will, muss aber erst mal an uns vorbei“, haut Entenmann aber mal einen Satz raus. Dabei baut er insbesondere auf seine Defensive um Abwehrchefin Lisa Renkawitz. Gerade in der Rückrunde wusste der Abwehrblock des Sportclubs zu überzeugen. Nur fünfmal musste der Ball aus den eigenen Maschen gefischt werden. So kam auch das 1:1 gegen die SG Harsberg-Schauerberg zustande. „Das war eines unserer besten Spiele.“ Die Stambacherinnen können nun noch besser an ihrer Heimspielstärke arbeiten. Denn das Ausweichen nach Contwig wegen der Umbauarbeiten auf dem eigenen Sportgelände ist Vergangenheit. Seit Juni liegt der Naturrasen, ist nun spielbereit. Zu Hause, nun aber richtig, will man wie in der Vorsaison eine Macht sein. Ungeschlagen blieb man damals. Bis zum Rundenbeginn am 11. September zu Hause gegen Münchweiler stehen noch fünf Testspiele auf dem Programm. Dabei sind gerade die Partien gegen Harsberg-Schauerberg und den SV Ixheim 2 ein Standortbestimmung. (benj) Die Klasse, das Team Spielklasse: Bezirksliga Westpfalz Vorjahresplatzierung: Wie schon in der Vorsaison trumpfte die Elf aus Stambach in der Saison 2014/2015 erst in der Rückrunde groß auf. Mit sieben Siegen, bei drei Remis und zwei Niederlagen (26:15 Tore) landete der SC, hinter dem SG Harschberg-Schauerberg 2, auf Rang zwei und wäre sogar in die Landesliga aufgestiegen. Nach reiflichen Überlegungen verzichtete das Team auf den Aufstieg. Trainer: Udo Entenmann (62), verheiratet; Facharbeiter Metall in Vorruhestand; Entenmann steht seit neun Jahren an der Seitenlinie der SCS-Damen; Co-Trainer ist Günter Kofer. Veränderungen Zugänge: Anna-Lena Brengel (SV Ixheim ) Paula Weber, Nicole Wende (ohne Verein); Abgänge: keine. Kader Tor: Ramona Danner Abwehr: Anna Weber, Eileen Wahl, Vanessa Semar, Meike Grunder, Sarah Veith, Anna Becker, Paula Weber, Anna-Lena Brengel, Alisa Carle, Wende Nicole Mittelfeld: Karolin Baque, Laura Weber, Laura Hauswald, Carolin Ehl, Milena Stretz, Lisa Renkawitz, Sophie Zimmermann Angriff: Yvonne Götzinger, Anna-Lena Neuner, Sarah Kofer, Diane Kofer. Verein 1. Vorsitzende: Emil Stöckle und Harald Schließmeyer; Mitglieder: 200. (benj)