Zweibrücken Die Linke stellt Liste für Wahl neu auf

Der Rückzug von Gerhard Burkei als stellvertretender Vorsitzender der Zweibrücker Linken und als Spitzenkandidat für die Kommunalwahl 2019 hinterlässt eine Lücke in der Partei. Wer diese füllen soll, ist noch nicht klar. Der Kreisverbandsvorsitzende Thorsten Spelten sagte, er wolle Listenplatz eins nicht übernehmen.
„Ich finde es total schade, bedauere Gerhard Burkeis Entscheidung, da wir als Partei mit ihm in den Wahlkampf gehen wollten. Aber ich kann seine Entscheidung voll und ganz nachvollziehen“, sagte Spelten gestern. Nach dem Paukenschlag Burkeis muss sich die Linke auf die Suche nach einem neuen Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl im Mai kommenden Jahres machen. Spelten, im August von den Delegierten beim Kreisparteitag auf Listenplatz zwei gewählt, wird Burkeis Position nicht einnehmen. „Ich habe keine Ambitionen, auf Listenplatz eins zu wollen“, so Spelten, ohne eine Begründung zu nennen. Auch die nächste in der Reihenfolge, Andrea Penczak, steht nicht zur Verfügung. „Sie hat es sich anders überlegt und wird bei der Kommunalwahl nicht auf unserer Liste kandidieren“, sagte der Kreisverbandsvorsitzende. Spelten kündigte an, dass die Partei ihre Liste für die Kommunalwahl 2019 noch mal komplett neu aufstellen wird. „Bis Ende Februar sollten wir so weit sein und dann auch einen neuen potenziellen Fraktionsvorsitzenden auf Listenplatz eins präsentieren.“ Erste Gespräche habe er geführt. Sein Wunsch ist es, wenn für diese Position jemand gefunden würde, der zuvor nicht auf der Liste gestanden hatte, jemand, „der von den Ereignissen zuletzt unberührt ist“. Wie berichtet, hatte Gerhard Burkei am Freitag seinen Rückzug als zweiter Vorsitzender der Zweibrücker Linken und Spitzenkandidat für die Kommunalwahl verkündet, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Der 65-Jährige hatte Ende November die Stadtratsfraktion verlassen und diese damit aufgelöst. Vorangegangen war ein Streit um die Fraktionskasse mit dem Fraktionsvorsitzenden Matthias Nunold. Zuvor hatten Bernhard Schneider und Atilla Eren die Linke verlassen, jedoch aus anderen Gründen.