Handball
Dicke Fragezeichen hinter dem Auswärtsspiel der Zweibrückerinnen bei HF Köllertal
„Wenn niemand was gesagt hätte, wäre ich glatt nach Püttlingen gefahren“, bekennt SV-Trainer Rüdiger Lydorf lachend, dass er einen Wechsel der angestammten HF-Spielstätte nicht auf dem Schirm hatte. Köllertal, das ist die Spielgemeinschaft aus Püttlingen und Riegelsberg, wobei der Frauen-Handball in Püttlingen beheimatet war. Dass auch in Riegelsberg mit Harz gespielt werden dürfe, „ist natürlich gut“, findet Lydorf.
Ex-VTZ-Jugendspieler im Köllertaler Kader
Fragezeichen sind auch mit der Köllertaler Mannschaft verbunden. „Die haben noch kein Spiel bestritten“, ist Lydorf gespannt, ob angekündigte Rücktritte von Leistungsträgerinnen tatsächlich erfolgt sind. Ob es ohne Abbruch der vergangenen Corona-Saison zu dem traditionell mit besonderen Emotionen verbundenen Duell beider Teams gekommen wäre, ist zumindest zweifelhaft. Das vorzeitige Ende bewahrte die Köllertalerinnen vor dem drohenden Abstieg.
„Davon dürfen wir uns aber nicht blenden lassen“, warnt Lydorf. Mit der Bosnierin Admira Zvekic und der Slowenin Yulia Kucerova, die kurz vor Saisonabbruch kam, hat Köllertal zwei Spielerinnen, die eine Partie auch mal im Alleingang entscheiden können. An die Oberliga herangeführt werden sollen die Juniorinnen in Köllertal, die in früheren Jugendjahren auch schon für die VTZ Saarpfalz spielten.
SV 64-Torfrau Daphne Huber wieder von der Partie
„Auch weil wir nichts Genaues wissen, ist es für uns wichtig, dass wir uns auf uns selbst fokussieren“, fordert Lydorf. Im Spiel gegen Waldsee gab es „schon einiges, was ganz gut funktioniert hat“, lobt der Trainer. Aber er hat gesehen, dass auch noch Luft nach oben ist. In Riegelsberg wird Torfrau Daphne Huber wieder mit von der Partie sein, die zuletzt noch im Urlaub war. Für SV-Rückraumspielerin Renatá Szabó, die gegen Waldsee eine gelungene Rückkehr ins SV-Trikot feierte, ist die Partie gegen Köllertal mit Erinnerungen verbunden: Ihre erste Spielstation in Deutschland war Püttlingen.