Zweibrücken Dem dritten Spiel der Woche fehlt der Glanz

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«ZWEIBRÜCKEN.»Das Trikot von Kapitän Tom Grieser nach dem Abpfiff der Oberliga-Handball-Partie zwischen dem SV 64 Zweibrücken und der TSG Friesenheim 2 sprach Bände. Ziemlich zerrissen war es und bewies damit, mit welch großem Einsatzwillen sich die Friesenheimer in Zweibrücken präsentiert hatten. Den 29:24 (13:12)-Sieg der Zweibrücker konnten sie nicht verhindern. Aber eine spielerische Glanzleistung der Gastgeber ließen sie auch nicht zu.

„Nein, wirklich zufrieden bin ich nicht“, bekannte SV-Trainer Axel Koch. Der dirigierte auch in der Schlussphase lautstark die SV-Defensive, als nach den Toren durch Niklas Bayer zum 26:20 und des schnellen Rechtsaußen Tobias Alt zum 27:20 längst klar war, dass Zweibrücken gewinnen würde. Zu nachlässig agierte ihm seine Abwehr. Und das von der ersten Minute an. Dazu gesellten sich gerade in der Anfangsphase auf beiden Seiten unzählige technische Fehler im Angriff. Friesenheim 2 agierte mit einer sehr lauffreudigen 3-2-1-Abwehr. Die Möglichkeiten, die sich den schnellen Eins-gegen-Eins-Spielern auf Zweibrücker Seite dadurch geboten hätten, wussten diese nicht zu nutzen. Den SVler fehlte im dritten Spiel binnen sieben Tage die notwendige Anspannung und Konzentration. Ausnahme: Kreisläufer Kian Schwarzer. Er nutzte den Platz am Kreis, nahm die Anspiele geschickt auf und traf von Beginn an. Absetzen konnten sich die Zweibrücker aber nicht. Weil die Defensive zu lässig agierte und dieses Mal auch Torwart Benny Berz kaum die Fehler seiner Vorderleute auszubügeln vermochte. „Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe auf den Halbpositionen immer schon sehr früh verloren. Dann stand natürlich der Spieler im Zentrum meist ganz allein auf weiter Flur“, kritisierte Koch. Das nutzte zum Beispiel der wurfstarke Friesenheimer Rückraumspieler Moritz Happersberger zu schönen Toren, aber auch zu sehr guten Anspielen auf Kreisläufer Ulrich Spettmann. Spettmann, Co-Trainer und früher Zweitligaspieler, setzte seine ganze Cleverness ein. „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Wir haben uns wieder einen Schritt weiterentwickelt und nehmen aus diesem Spiel ganz viel Selbstbewusstsein mit“, sagte TSG-Trainer Andreas Reckenthäler. Nach Spettmanns Treffer zur 6:4-Gästeführung (13.) nahm Koch die Auszeit. Er brachte Kapitän Tom Grieser, der auf der kämpferischen Seite die Partie deutlich belebte, auch wenn der SV zunächst noch das 4:7 hinnehmen musste. „Das ging heute wirklich vor allem über den Kampf“, bestätigte Grieser. Denn ihr deutlich größeres Spielvermögen ließen die Zweibrücker nur ganz selten aufblitzen. Dass sie im Eins-gegen-Eins die deutlich stärkeren Spieler waren, nutzten sie nicht, ließen sich immer wieder zu eher unmotivierten Würfen aus dem Rückraum hinreißen. Es war ein sehr faires Spiel, mit guten Unparteiischen. Und nach der Pause waren die Gastgeber wacher und zielstrebiger, führten nach 50 Minuten durch Griesers Treffer verdient 23:18. Und trotzdem gelang es bis zum Schlusspfiff nicht, die Unaufmerksamkeiten im Spiel abzustellen. So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Berz, 51. Santarini – Bayer (2 Tore), Eisel (3/2), Majbik (2) –Alt (5), Zellmer (2) –Schwarzer (7) - Grieser (5), Nils Wöschler (2), Oetzel (1), Till Wöschler TSG Friesenheim 2: Kunz, Hoppe (47. bis 57.) – Schleidweiler (4), Seifried (2), Happersberger (3) –Thilmann (1), Bußer (4/2) –Spettmann (5) – Hörsting (2), Naas (2), Hannes (1), Bolomsky Spielfilm: 4:3 810.), 47 (16.), 11:11 (28.), 13:12 (Halbzeit), 18:14 (39.), 22:17 (47.), 28:20 (57.), 29:24 (Ende) – Zeitstrafen: 1:2 – Siebenmeter: 3/2 – 2/2 – Beste Spieler: Schwarzer – Spettmann – Zuschauer: 350 – Schiedsrichter: Antosch/ Stadelmeier (HC Gonsenheim)

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