Zweibrücken Das sind die neuen Ideen für eine schönere Fußgängerzone
Farbig bedruckte, wetterfeste Banner mit aufgedruckten Motiven sollen nächstes Jahr die Zweibrücker Fußgängerzone überspannen. Wie das rheinland-pfälzische Innenministerium mitteilte, firmiert das Vorhaben unter dem Projektnamen „Kunsthimmel“. Jedes Banner soll ein eigenständiges Kunstobjekt für sich sein, gestaltet nach Entwürfen regionaler Künstler. Am Donnerstag wurden der Stadt Zweibrücken 153.000 Euro an Fördermitteln zugesagt – aus einem Modellvorhaben namens „Innenstadt-Impulse“. Ein Teil der Gelder werde in den „Kunsthimmel“ investiert. Das Modellvorhaben vom Land soll helfen, neuartige Ideen zur Stärkung der Innenstädte zu verwirklichen. Vor geraumer Zeit hatte die Stadt fünf Projektideen mit der Bitte um Förderung in Mainz eingereicht; zwei dieser Anträge wurden nun bewilligt. Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt bei den geförderten Projekten 90 Prozent der Kosten.
„Wir wollen sechs Banner über der Fußgängerzone anbringen“, beschreibt Oberbürgermeister Marold Wosnitza gegenüber der RHEINPFALZ die erste der beiden jetzt geförderten Initiativen. Die bunten Transparente sollen pünktlich zur Stadtmarketing-Aktion „Zweibrücken kunstvoll“ im Mai 2026 installiert werden. Die Banner sollen nicht nur schön aussehen und die Betrachter geistig anregen, sondern der Fußgängerzone auch Schatten spenden. Mit Blick auf die Gestaltung der Bildmotive kündigt Wosnitza eine Ausschreibung in der lokalen Kunstszene an. „Die Künstler sind aufgerufen, Entwürfe im Maßstab 1:10 einzureichen. Für die besten Entwürfe gibt’s ein Preisgeld.“
Günstige Bedingungen für die Ladenmiete
Mit Geld aus dem Modellprojekt „Innenstadt-Impulse“ sollen zudem drei Ladenlokale in der Fußgängerzone belebt werden, die schon länger leer stehen. „Hier gehen wir einen ganz neuen Weg“, erklärt Marold Wosnitza, dass man nicht tatenlos auf Geschäftsleute warten wolle, die eines Tages kommen, um sich einzumieten. Im vorliegenden Fall werde es die Stadt sein, die mit Marktfachleuten und Vermietern die Initiative ergreift. Zunächst soll eine Analyse der Einzelhandelssituation in der Fußgängerzone angestellt werden. „Wir wollen herausfinden, welche Art Geschäft in unserer Innenstadt fehlt, aber Erfolg haben könnte.“ Ist die Marktlücke ausgekundschaftet, soll die konkret definierte, attraktive Geschäftsidee öffentlich ausgeschrieben werden. Bewerber müssten dann nachweisen, dass sie über die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse verfügen. Wer sich den Betrieb des neuen Ladens zutraut, soll mit einem professionellen Businessplan ausgestattet und von professionellen Beratern und der Wirtschaftsförderung unterstützt werden.
„Die Gründer müssen sich verpflichten, ihr Geschäft nach dem vereinbarten Konzept mindestens fünf Jahre lang zu führen“, erläutert der Oberbürgermeister. „Dafür bekommen sie einen Mietzuschuss, der mit der Zeit geringer wird. Denn je länger der Laden am Markt ist, desto mehr soll er sich ja von selbst tragen.“