Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Dank Dinges: TSG Burglichtenberg steigt auf und SG Rimschweiler/VB Zweibrücken nicht

Jan Wollenschläger (links), hier mit Tim Gottlieb von der TSG Burglichtenberg, köpfte das frühe 1:0.
Jan Wollenschläger (links), hier mit Tim Gottlieb von der TSG Burglichtenberg, köpfte das frühe 1:0.

Obwohl die SG Rimschweiler/VB Zweibrücken früh in Führung geht und ihr Torhüter einen Elfer pariert, spielt sie nur 1:1 im Aufstiegsspiel gegen die TSG Burglichtenberg.

Mittwochabend in Rimschweiler nach dem Abpfiff des zweiten Aufstiegsspiels zur Fußball-Bezirksliga: Jan Wollenschläger und Felix Brunner, die beiden Spielertrainer der SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken, standen da auf dem Rasen und mussten ansehen, wie die Spieler der TSG Burglichtenberg am Mittelkreis ihre Jubelgesänge und Freudentänze vollführten. Wehmut dagegen bei den Zweibrückern – bei einigen flossen gar Tränen –, hatten sich doch gerade durch das 1:1 (1:0) den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Nach der 0:2-Niederlage in Thallichtenberg hätte ein Sieg her gemusst, um ein entscheidendes drittes Match zu erzwingen.

Dabei begann das zweite Aufeinandertreffen der beiden A-Klasse-Vizemeister bestmöglich für die Gastgeber. Brunners mit links getretene Ecke fand genau den Kopf von Wollenschläger, der sich zum ersten Pfosten orientiert hatte und zum 1:0 traf. Nach drei Minuten war die Euphorie bei den im Hinspiel chancenlosen Zweibrückern wieder da.

Offensiver Beginn

Dieses Mal war der Zweite der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken das offensivere Team mit guten Abschlussmöglichkeiten. In der zehnten Minute fast eine Kopie des Führungstreffers: Dieses Mal hielt Oldie David Schwartz die Stirn hin, Gästekeeper Erik Lickteig wehrte den Ball gerade noch mit den Fäusten ab. Dann zirkelte Schwartz den Ball knapp über das Quergebälk (28.). Bei Burglichtenberg kamen Jan Nothof (12.) und Eike Reiber (16.) zum Abschluss.

Urplötzlich flachte das Spielniveau ab. Die Mannschaften rieben sich mehr und mehr in Zweikämpfen auf. Dann ein Schreckmoment für die SG, als Janis Huber in den Strafraum durchbrach. Keeper Paul Stegmann stürmte aus seinem Tor und erwischte den schnellen TSG-Stürmer – Oberliga-Schiedsrichter Fabian Brune pfiff Elfmeter. Wie im Hinspiel kam es zum Duell vom Punkt zwischen Eike Reiber und Stegmann. Anders als sechs Tage zuvor entschied sich der Schütze für die linke untere Ecke aus seiner Sicht. Stegmann ahnte dies und bügelte seinen Fehler aus.

Der Knackpunkt

„Da habe ich mich schon gefragt, für wen heute die Sterne am günstigsten stehen. Erst der frühe Rückstand, dann den Elfer verschossen, und wir kamen auf dem kleinen Platz einfach überhaupt nicht ins Spiel“, erzählte der Spielertrainer des Vizemeisters der A-Klasse Kusel/Kaiserslautern, Fabian Schmidt, rückblickend.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bot sich den Zweibrückern die, so SG-Spielertrainer Brunner, „1000-prozentige Chance“ zum 2:0, doch Janik Gerlinger und Tino Baus brachten den Ball einfach nicht über die Linie. Brunner: „Für mich war das der Knackpunkt im Spiel.“ Als nach 58 Minuten immer noch nicht abzusehen war, wie die TSG hier einen Treffer machen soll, tat Fabian Schmidt dann das, was ein Trainer in so einer Situation noch tun kann, wenn alle taktischen Umstellungen nicht fruchten: Er tauschte das Personal. Mit Christoph Dinges brachte er einen ebenso frischen wie mutigen Spieler, der seine Mannschaftskollegen und das Gäste-Publikum unter den insgesamt 450 zahlenden Zuschauern aus der Lethargie riss. Er brachte durch seine Zweikampfhärte Entschlossenheit in sein Team zurück. Die Unruhe – auch durch Sticheleien erzeugt – half der TSG, an den Umschwung zu glauben. Dank seiner Handlungsschnelligkeit nahm Dinges den Ball nach einem Lupfer von rechts in den SG Strafraum nicht an, sondern legte ihn geschickt sofort an Abwehrspieler Lars Knecht vorbei, der nicht mehr hinterherkam. Wollenschläger und Stegmann blockten zwar den ersten scharfen Passversuch von Dinges ab. Doch wie beim Flipper kam die abgewehrte Kugel wieder zu Dinges und von da in Höhe des Fünfmeterraums genau zu Janis Huber, der problemlos zum 1:1 einschob (63.). Und dabei blieb es.

Brunners Fazit

„Leider ist uns in den beiden Spielen zu wenig eingefallen, um Tormöglichkeiten zu erspielen. Das heute ist maximal bitter, aber wir werden in der neuen Saison wieder angreifen, um unter die ersten drei Mannschaften zu kommen“, sagte Brunner abschließend.

x