Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Daniel Clemens: Erst Hallen-DM, dann Praktikant

m Vorjahr gab’s noch Bronze: LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens hofft bei der Hallen-DM in Leipzig auf einen schmerzfreien Wett
m Vorjahr gab’s noch Bronze: LAZ-Stabhochspringer Daniel Clemens hofft bei der Hallen-DM in Leipzig auf einen schmerzfreien Wettkampf.

Leichtathletik: Daniel Clemens hat am Freitag die Koffer gepackt, allerdings nicht nur für die Hallen-DM am Wochenende in Leipzig. Denn von dort geht es gleich weiter nach Bonn: 14 Tage berufliches Praktikum stehen dort an.

Darauf freut sich der Mörsbacher mindestens ebenso wie auf die Hallen-DM am Wochenende. Im vergangenen Oktober ist der Sportler des LAZ Zweibrücken mit seinem Fernstudium im Fach Internationales Management fertig geworden, hat seine Bachelor-Arbeit (Thema: Betriebliches Gesundheitsmanagement) abgegeben. Ab Montag schnuppert er in Bonn rund um das Thema in eine Firma rein. „Das ist mal was ganz anderes und wird bestimmt ziemlich interessant. Nach dem Studium will ich rechtzeitig die Augen offen halten, was verschiedene Berufsfelder angeht“, sagt Clemens.

Vom Praktikum ins Trainingslager

„Deshalb fahre ich auch alleine mit dem Auto nach Leipzig, ich muss dann ja gleich weiter nach Bonn“, erklärt der 27-Jährige. Trainer Andrei Tivontchik fährt vorneweg. Das Praktikum passt gerade so in den sportlichen Winter-Fahrplan. „Es dauert bis zum 6. März, und am nächsten Tag fliegen wir schon wieder zum Trainingslager nach Südafrika, nach Stellenbosch.“ Nach dem Praktikum hat er also sein „normales“ Sportlerleben wieder.

Als Sportsoldat der Sportfördergruppe Mainz ist Daniel Clemens mittlerweile schon im neunten Jahr. „Am 1. September 2011 hab’ ich dort angefangen, mein Vertrag läuft noch bis 30. September“, erläutert er. Er versucht, sich vor allem in der Freiluftsaison mit guten Leistungen für ein weiteres Jahr bei der Bundeswehr zu empfehlen. „Wenn mein Vertrag noch mal verlängert wird, muss ich dann aber auf jeden Fall den vierwöchigen Feldwebel-Lehrgang in Hannover absolvieren“, sagt er schmunzelnd. Bisher ist der Stabsunteroffizier in all den Jahren aus Termingründen noch nicht dazu gekommen.

DM-Ziel: wenigstens Saisonbestleistung

Für die Hallen-DM hat er keine feste Zielsetzung, keine Platzierung oder genaue Höhe im Kopf. „Klar, bei einer DM will man sein Bestes zeigen. Ich mache mir da keinen Riesenstress. Die Halle ist nur eine Durchgangsstation; es gilt, für den Sommer fit zu werden.“ Ehrgeiz hat er aber natürlich schon, wenn am Sonntag gegen 14 Uhr der Stabhochsprung-Wettbewerb beginnt. „Eine Saisonbestleistung zu springen mit 5,40 oder 5,50 Meter sollte schon möglich sein“, lautet seine eigene Vorgabe. Die liegt bisher bei 5,30 Meter, aufgestellt Ende Januar bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Ludwigshafen. Bisher hat er 2020 erst zwei Wettkämpfe absolviert, eben in Ludwigshafen und in Chemnitz. „In Chemnitz war es nicht so gut, aber ich bin wieder mit zwei Schritten mehr angelaufen.“

16 Schritte Anlauf ohne Schmerzen

Auch jetzt in Leipzig soll es wieder ein Anlauf aus 16 Schritten sein. Wie gut das klappt, wird man sehen: Seit Januar plagt sich Clemens mit einem entzündeten Gleitgewebe an der rechten Achillessehne herum. Zwei Spritzen mit Hyaluronsäure sollten Linderung bringen. „Es ist besser, aber noch nicht ganz weg“, sagt Daniel Clemens, „ich hoffe, dass es in Leipzig einigermaßen schmerzfrei geht“.

Neben Daniel Clemens startet bei der Hallen-DM noch ein Ex-LAZ-Sportler: Sprinter Jonas Klein studiert mittlerweile Sport in Köln. In der zweiten 4x200 Meter-Staffel des TSV Bayer 04 Leverkusen soll er im Feld mit 15 gemeldeten Staffeln am Sonntag an dritter Position laufen.

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