Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Corona-Fälle: Schule bleibt offen, Kindergarten schließt

Vor zehn Tagen war noch viel Betrieb im Bechhofer Kindergarten. Nach mehreren Corona-Fällen schloss er am Donnerstag.
Vor zehn Tagen war noch viel Betrieb im Bechhofer Kindergarten. Nach mehreren Corona-Fällen schloss er am Donnerstag.

In der Grundschule Sechsmorgen ist es bisher bei den zwei Mitte der Woche gemeldeten Corona-Fällen geblieben. Der Unterricht geht hier weiter. Anders sieht es im Bechhofer Kindergarten aus: Mit inzwischen sechs positiv getesteten Kindern wurde er geschlossen.

In der Grundschule Sechsmorgen in Niederauerbach war Schulleiterin Sabine Gauf am Freitag kaum ans Telefon zu bekommen. Dass zwei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sorgte für Aufregung unter Lehrern, Schülern und Eltern. Letztere versuchte Gauf noch vor dem Wochenende zu beruhigen. „Der Unterricht geht weiter, wir halten uns nach wie vor streng an unser Hygienekonzept“, so die Schulleiterin.

Bei den positiv getesteten Schülern handele es sich um ein Geschwisterpärchen, das zwei verschiedene Klassen besucht. Wie berichtet, wurden Schüler und Lehrer dieser beiden Klassen am Donnerstagmorgen in einem Schnelltest auf Corona getestet. Alle Ergebnisse fielen negativ aus. Die Schnelltests hatten die Stadt und das mobile Impfteam des Roten Kreuzes als Vorsichtsmaßnahme angeboten. „Darüber war ich heilfroh, das ging auch alles sehr schnell und unbürokratisch“, so Gauf. Das Gesundheitsamt habe keine weiteren Tests und Maßnahmen empfohlen, so dass weiterhin in allen Klassen unterrichtet werde.

Die positiv getesteten Geschwister seien am Montag erstmals wieder in der Schule gewesen, die Notbetreuung hätten sie zuvor nicht besucht. „Wenn die Schulen geöffnet werden, muss man mit Corona-Fällen rechnen“, sah die Schulleiterin Grund zur erhöhten Vorsicht, aber nicht zur Panik. Die Schule mache alles Erforderliche, halte Abstände ein, achte auf die strenge Trennung der Klassen, auch auf dem Schulhof („Da hat jede Klasse ihren Sektor, und es ist immer ein Lehrer dabei“). Alle Kinder und Lehrer trügen dauerhaft FFP2- oder OP-Masken, der Förderverein der Schule habe für alle Schüler OP-Masken bestellt. Gauf: „Wir tun wirklich alles, und die Kinder verhalten sich auch vorbildlich.“ Trotzdem könne man nie 100 Prozent sicher sein, dass es keinen Corona-Ausbruch gibt.

Britische Mutation im Bechhofer Kindergarten

In Bechhofen meldete sich zunächst Anfang der Woche eine Erzieherin mit Corona-Symptomen ab, am Dienstag legte sie ein positives Testergebnis vor. Es habe sich jetzt herausgestellt, dass sich die Erzieherin mit der britischen Mutation des Virus infiziert habe, sagte die Leiterin des Bechhofer Kindergartens, Daniela Kau, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Sechs Kinder wurden mittlerweile positiv auf das Virus getestet, „nach Informationen der Eltern hat keines der Kinder bislang Symptome“, so Kau.

Es seien Kinder in zwei Gruppen betroffen, in denen die positiv getestete Erzieherin allerdings nicht eingesetzt gewesen sei. „Wir hatten die Eltern dann gebeten, nach Möglichkeit die Kinder zu Hause zu lassen“, berichtete Kauf. Am Mittwoch waren noch 20 Kinder in der Einrichtung. Nachdem am Donnerstag zwei Kinder als infiziert gemeldet worden waren, sei die Einrichtung geschlossen worden. Zuletzt waren durchschnittlich 60 Kinder pro Tag im Kindergarten, sie wurden von 20 Erzieherinnen betreut. „15 Erzieherinnen und 45 bis 50 Kinder sind als Kontaktpersonen in Quarantäne“, berichtet Kau. Erzieherinnen und Kinder seien getestet worden, „viele Testergebnisse stehen aber noch aus“, ergänzt Kau.

„Wir haben zum Schutz aller die Kindertagesstätte geschlossen“, erklärt Bechhofens Bürgermeister Paul Sefrin. Die Gemeinde ist Trägerin der Einrichtung. In der kommenden Woche werde der Kindergarten geschlossen bleiben. Sefrin geht davon aus, dass er im Lauf der zweiten Märzwoche wieder öffnen kann.

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