Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel C-Klasse: Aufstiegstraum lebt beim SV Palatia Contwig II

Charles Hopkins
Charles Hopkins

Aus der Spielgemeinschaft Contwig/Stambach wurde nun in der C-Klasse wieder die Contwiger Zweite – fast gezwungenermaßen. Die Ambitionen bleiben aber gleich.

Nachdem es im Vorjahr bekanntermaßen wegen strenger Auslegung der Verbandsrichtlinien nicht mit dem Aufstieg für die SG Contwig/Stambach geklappt hat, gehört das nun wieder als Contwigs Zweite firmierende Team mit neuem Trainer erneut zum Favoritenkreis in der C-Klasse West.

Weil der SC Stambach schon in der B-Klasse spielte, durfte die SG im Frühsommer nicht an den Aufstiegsspielen teilnehmen. Vor allem deshalb wurde die Spielgemeinschaft aufgelöst, ist aber damit nicht für alle Zeiten vom Tisch, heißt es. Der Tabellendritte empfängt am Sonntag um 13 Uhr auf dem Kunstrasen die SG Höhfröschen/Rieschweiler III, die nur einen Punkt weniger hat. „Durch die Urlauber waren wir erst in der letzten Woche der Schulferien wiederkomplett. Das hat uns, zusammen mit den Verletzten, daran gehindert, schon weiter zu sein. Aber die Jungs sind alle gewillt zu lernen, sich zu verbessern. Das sieht auch eigentlich gut aus, aber in der Vorwoche beim Unentschieden gegen Großsteinhausen II konnten wir es einfach nicht auf den Platz bringen“, erklärt Charles Hopkins, der neue Trainer des SV Palatia Contwig II.

Hopkins: Wieder alles neu erarbeiten

Mit dem 47-jährigen gebürtigen Pirmasenser an der Seitenlinie, der in Zweibrücken wohnt, unternimmt die Palatia-Zweite einen erneuten Versuch, den Aufstiegstraum zu verwirklichen. „Wir wollen versuchen, vorne mitzuspielen. Der Aufstieg ist kein Muss, aber die Jungs möchten aufsteigen oder über die Relegation nach oben. Das haben sie selbst als Ziel festgelegt“, erzählt Hopkins offen. „Was wir im Trainerteam versuchen, ihnen mit an die Hand zu geben, ist, dass sie sich das erstmal wieder erarbeiten müssen“, deutet er an, dass es kein Selbstläufer wird, nur weil es vergangene Saison sehr gut lief.

Um dem Ziel beziehungsweise dem Mannschaftswunsch nahezukommen, muss laut dem Coach grundsätzlich die eigene Leistung stimmen. „Den größten Punkt sehe ich da in der Einstellung. Wenn die Jungs spielen wie sie trainieren und ihre Leistung abrufen, dann stehen die Chancen groß, dass wir am Sonntag die drei Punkte dabehalten.“ Die Möglichkeit, dass das eigene Team oder der Gegner mit Spielern aus der höherklassigen Mannschaft aufgefüllt werden kann, sieht er entspannt. Damit müsse jeder Verein umzugehen wissen. „Wir haben eine gute Mischung aus Erfahrenen und jungen Wilden, die schon alleine mit ihrer Geschwindigkeit auch höher spielende Gegner vor Probleme stellen können“, glaubt er.

Stephan: Spaß muss im Vordergrund stehen

Emanuel Stephan
Emanuel Stephan

Vor einem Dreivierteljahr übernahm Emanuel Stephan bei der SG Höhfröschen/Rieschweiler III als Spielertrainer die Geschicke. Der 32-Jährige kam von Ligakonkurrent SV Ixheim II. Nun also startet Stephan in seine erste „richtige“ Spielzeit bei der SG, die mit einem Heimsieg begann – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub. Für vergangenen Sonntag reichte es dagegen nicht, eine komplette Truppe zusammenzubekommen, die bei der TSG Mittelbach-Hengstbach antreten konnte. Die Partie wurde zugunsten der Zweibrücker abgesagt. Ein Schicksal, das bei einer zweiten beziehungsweise dritten Mannschaft nicht unüblich ist. „Im Prinzip habe ich jede Woche einen anderen Kader, auch für Sonntag weiß ich noch nichts Genaues. Wir müssen immer schauen, wie es bei unseren Teams darüber mit Verletzungen aussieht und wen wir abgeben müssen.“

Seine Aufgabe ist es also, das Beste aus den Jungs herauszuholen, die ihm zur Verfügung stehen, und sie bestmöglich zusammenzustellen. „Das Grundding in der untersten Liga ist doch, dass der Spaß im Vordergrund steht, ohne das kannst du abschließen. Die Jungs wollen bei Laune gehalten werden, und wenn wir obendrein Siege oder Punkte holen, ist die Freude umso größer“, erklärt Stephan pragmatisch.

Gäste wollen in Contwig „ihr Ding“ durchziehen

Mit der Palatia-Zweitvertretung erwartet der SG-Coach eine der spielstärksten Mannschaften. „Jeder Fußballer geht auf den Platz, um zu gewinnen. So gehe ich es auch gegen Contwig II an. Auch wenn sie natürlich als Aufstiegskandidat klar favorisiert sind“, sagt der Thaleischweilerer. „Wir wollen unser Ding am Sonntag wieder versuchen durchzuziehen und zu punkten.“ Was meint er mit „unser Ding“? „Guten Fußball zeigen, dadurch Tore erzielen, denn nur so kannst du Erfolge feiern. Wir müssen hellwach sein und dürfen uns nicht verstecken“, sagt Stephan.

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