Zweibrücken Bundespolizei übernimmt leerstehendes Zweibrücker Flüchtlingsdorf

Für das Flüchtlingsdorf auf dem Flughafen-Gelände hat das Land 2016 2,3 Millionen Euro ausgegeben. Foto: moschel
Für das Flüchtlingsdorf auf dem Flughafen-Gelände hat das Land 2016 2,3 Millionen Euro ausgegeben.

Für die 42 Beton-Doppelhäuschen auf dem Flughafen-Gelände, die ursprünglich für Flüchtlinge gebaut wurden, hat sich ein Abnehmer gefunden: Die Bundespolizei will die schlichten Behausungen künftig als Büro-, Lager- und Umkleideräume nutzen. Das bestätigte Eveline Dziendziol, Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Geld wird laut Dziendziol nicht fließen. Die Bundespolizei sei in den laufenden Mietvertrag des Landes eingestiegen und habe sich verpflichtet, die Kosten für den Abbau und Abtransport der Häuschen zu übernehmen. „Das Gelände wird vom Bund in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt“, so die ADD-Sprecherin. Die Häuschen blieben noch eine Weile auf dem Flughafen-Gelände, würden nicht gleich abgeholt. Allerdings trete jetzt der Bund als Mieter der Fläche auf, nicht mehr das Land. Vermieter ist die Firma Triwo, der das Flughafen-Gelände gehört.
Wie berichtet, stehen die Häuschen seit Juli 2016 leer. Mit dem Bau der Behausungen wurde auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle begonnen. Als die Häuschen fertig waren, war die Welle bereits wieder abgeebbt. Einige hundert Flüchtlinge wohnten noch wenige Wochen darin, dann wurden diese auf die Kommunen verteilt, und die Betonhäuschen wurden nicht mehr gebraucht. Der Bau des Flüchtlingsdorfes hatte das Land 2,3 Millionen Euro gekostet.

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