Zweibrücken Britta Jung im Kopf-an-Kopf-Rennen vorn
«FÜRTH.» Für die größte Überraschung des Wochenendes sorgte bei den süddeutschen Meisterschaften der Kanuten aus Zweibrücker Sicht Cedric Halm. Der Schüler des Helmholtz-Gymnasiums schaffte im fränkischen Fürth die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft. Britta Jung holte den einzigen Titel für die Wassersportfreunde Zweibrücken (Wsf).
Das primäre Ziel von Cedric Halm war in der Jugendklasse (14 bis 16 Jahre) das DM-Ticket. In einem Klasse-Lauf auf der 150 Meter langen Wettkampfstrecke überraschte er mit einer exzellenten Leistung nicht nur seine Trainer, sondern auch die Konkurrenz. Mit der starken Zeit von 102,24 Sekunden sicherte er sich Rang sieben und damit auf direktem Weg die DM-Qualifikation. Auch Britta Jung (zehn Jahre) stellte ihre Power unter Beweis. In der Kategorie der Schüler B (zehn bis zwölf Jahre) startend, lieferte sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Augsburgerin Carolin Diemer. Nach zwei spannenden Wettkampfläufen hatte die Sportlerin aus Höheischweiler die Nase vorn und krönte ihre Anstrengung mit dem Sieg und dem Titel der Süddeutschen Meisterin. Auf der Regnitz maß sich auch ihr älterer Bruder, der 16-jährige Holger Jung, mit Kanuten aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Saarland und Bayern. In der Junioren-Klasse (16 bis 18 Jahre) ging er engagiert die Bestzeit des Tages an, die bei 86 Sekunden lag. Die konnte er mit einem sauberen Lauf zwar nicht knacken, seine 92 Sekunden reichten aber zu einem Platz auf dem Treppchen – Rang drei. Den Anfang hatten die A-Schüler (zwölf bis 14 Jahre) gemacht. Hier gingen fürs Wsf-Team die Freunde Loris Ellrich und Julius Didi ins Rennen. Beide bestreiten erst ihre zweite Wettkampfsaison und waren entsprechend unsicher bezüglich ihres Leistungsvermögens und einer möglichen DM-Qualifikation mit mindestens Rang 20. Didi konnte am Ende strahlen: Er hatte nach einem schwächeren ersten Lauf alles auf eine Karte gesetzt und einen nahezu perfekten zweiten Lauf hingelegt. Damit schob er sich noch genau auf Platz 20 vor. Teamkollege Loris Ellrich aus Contwig reihte sich nach gutem zweiten Durchgang auf Platz 22 ein und verpasste die Qualifikation knapp. „Im ersten Moment kommt natürlich etwas Frust auf, aber Loris hat eine starke Leistung gezeigt“, urteilte Wsf-Trainer Sebastian Zehfuß. Bei den Jüngsten, den C-Schülerinnen (sieben bis zehn Jahre), trat Alva Perez an. Vater und Wsf-Trainer Angel Perez studierte mit ihr die Strecke genau ein und gab ihr scheinbar die richtigen Instruktionen. Das zahlte sich aus, nach zwei schönen Läufen landete sie auf Rang fünf. Und die mit ihren Schützlingen zufriedenen Wsf-Coaches stürzten sich auch selbst auf die mit 23 Toren bestückte Strecke: Angel Perez fuhr bei den Senioren B nur knapp am Podest vorbei. Mit Platz vier von sieben war er aber zufrieden. Sebastian Zehfuß ging es ähnlich. Er belegte Rang vier in der Altersklasse der Senioren A. Ihm fehlte lediglich eine Sekunde zum Bronze-Rang. Der dritte Wsf-Trainer im Bunde, Stefan Loch, verpasste auf Platz 15 der Leistungsklasse einen DM-Qualifikationsplatz nur um 0,1 Sekunden.