Zweibrücken Benny Berz und die Abwehr sichern den Pflichtsieg
Ihr Leistungsvermögen ließen die A-Junioren-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Sonntag beim 27:22 (15:11)-Erfolg gegen die HSG Konstanz phasenweise aufblitzen. Starke Abwehr mit einem sehr gut haltenden Torwart Benny Berz, direkter Zug zum Tor. Wenn Zweibrücken so agierte, war zwischen beiden Mannschaften ein Riesenunterschied erkennbar. Spielte der SV unkonzentriert, kam Konstanz sofort heran.
ZWEIBRÜCKEN. Bis zu 38. Minute war SV-Trainer Tony Hennersdorf mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, die auf die verletzten Kreisläufer Patrick Bach und Rückraumspieler Niklas Bayer verzichten musste. 19:12 führte sein Team und hatte Konstanz klar im Griff. Die agile 3-2-1-Deckung, die zu Beginn der zweiten Halbzeit noch offensiver agierte als in den ersten 30 Minuten, setzte die Konstanzer Angreifer mächtig unter Druck. „Die Abwehr liegt uns überhaupt nicht, meine Jungs wussten teilweise gar nicht mehr, wohin sie noch spielen sollten“, lobte HSG-Trainer Christian Korb die kompakte SV-Defensive. Ballgewinne, umgesetzt in schnelle Angriffe. Zweibrücken münzte seine erkennbare Überlegenheit in eine standesgemäße 19:12-Führung um, und ließ dann den Schlendrian zurückkehren, der sich zuvor bereits im ersten Spielabschnitt im Schlussdrittel eingeschlichen hatte. Dass es nur mit einer 15:11-Halbzeitführung in die Kabine ging – Zweibrücken war im ersten Abschnitt das klar bessere Team, hatte gerade in dieser Phase in Benny Berz einen stark haltenden Torwart –, war schon Unkonzentriertheiten geschuldet. Und der Tatsache, „dass wir in den Schlussminuten ständig in Unterzahl gespielt haben“, resümierte Hennersdorf. Kaum war Philipp Mägel nach nicht nachvollziehbarer Zwei-Minuten-Strafe wieder zurück, mussten binnen 15 Sekunden zunächst Robin Sauer und erneut Mägel auf die Strafbank. In Vier-gegen-Sechs-Unterzahl begann der SV die zweite Halbzeit, ließ nichts zu. Kaum standen wieder sechs Zweibrücker auf dem Feld, erzielte der SV das 16:11 durch Tom Grieser. Grieser war am Sonntag auf nahezu allen Positionen gefragt, die er nicht etatmäßig besetzt: Kreisläufer, da neben Bach aus privaten Gründen auch Kreisläufer Kian Schwarzer passen musste, und rechter Rückraum. Der SV machte jetzt Druck, lief Gegenstöße und lag, dirigiert vom torgefährlichen Mittemann Nils Wöschler, verdient klar vorne. „Wie das dann so ist, ein Dreher zu viel, dann werden Heber probiert“, analysierte Hennersdorf, warum beim SV der Faden riss. Konstanz-Keeper Kristian Bozin wurde warm geschossen, dazu gesellte sich Pech mit Pfostentreffern. Berz’ Paraden, unter anderem hielt er in dieser Phase wieder einen Strafwurf von Philipp Kunde, sorgten dafür, dass der SV, trotz zehnminütiger Ladehemmung im Angriff, klar in Führung blieb. Erst als Zweibrücken erneut in Unterzahl spielte, gelang es Dennis Sugg auf 20:23 verkürzen (56.). Aber durch zwei Tore von Tobias Alt – mal von Rechtsaußen, mal per Gegenstoß – zum 25:20 machte Zweibrücken alles klar. Den Schlusspunkt zum 27:22-Sieg setzte fast zeitgleich mit dem Schlusspfiff Marc-Robin Eisel. (add) So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Berz - Egelhof (3), Wöschler (7/2), Grieser (4) - Alt (6), Wack (1) - Dobrani - Mägel (3), Eisel (2), Sauer (1), Herrmann. HSG Konstanz: Jegler, Bozin (15. bis 57.) –- Sugg (3), Samuel Löffler (2), Jonas Löffler (4) - Portmann (4), Kunde (6/1) - Mack (2) - Vonlanthen (1), Gottesmann, Wangler, Apel Spielfilm: 7:2 (10.), 10:4 (15.), 14:8 (23.), 15:11 (30.), 19:12 (35.), 21:17 (50.), 23:20 (56.), 25:20 (57.), 27:22 (60.) - Siebenmeter: 2/2 - 3/1 - Strafzeiten : 4:0 - Beste Spieler: Wöschler, Berz - Kunde 6/1, Portmann - Zuschauer: 220 - Schiedsrichter: Fischer/Zeiher (HV Württemberg). (add)