Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Bei dem Wetter war der verkaufsoffene Sonntag doch ganz gut

Der Nachmittag blieb weitgehend trocken, aber zuvor hatte es stark geregnet.
Der Nachmittag blieb weitgehend trocken, aber zuvor hatte es stark geregnet.

Die Innenstadt war beim ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr halb voll. Oder halb leer, je nach Sichtweise. Insgesamt herrschte, vermutlich aufgrund des Regens vor Öffnung der Geschäfte um 13 Uhr, nur relativ wenig Andrang.

„Für Zweibrücken ist das doch noch gut“, sagte ein Mann in der Fußgängerzone zu einem befreundeten Pärchen. „Ja, gerade bei dem Wetter“, antwortete sein Bekannter. So sah es auch Sandra Cleemann vom gleichnamigen Spielwarenladen. „Es ist nicht der beste verkaufsoffene Sonntag, aber es war wirklich gut, wenn man das Wetter einbezieht ins Urteil“, sagte sie am Nachmittag. Sie zumindest war zufrieden und hat unter der Kundschaft viele Auswärtige ausgemacht.

Unzufrieden war ein Rentner aus dem benachbarten Einöd, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Es ist ja jedes zweite Geschäft geschlossen. In Homburg ist das heute anders“, verwies er auf das Treiben in der Nachbarstadt, wo ebenfalls verkaufsoffen war.

Ziemlich enttäuscht war Viktor Krieg von Viktors Genussladen in der Fußgängerzone. „Das Wetter hat abgeschreckt. Die Leute laufen alle vorbei, statt hereinzukommen. Ich weiß nicht, mit welcher Erwartung die Leute heute in die Stadt kommen“, sagte er, vor seinem leeren Geschäft stehend. Großen Andrang hatte Karl-Heinz Müller, der sein Musikhaus Müller in wenigen Wochen schließen wird und für den verkaufsoffenen Sonntag Rabatte angekündigt hatte.

Übersichtlich war auch das Treiben auf dem Schlossplatz beim Flohmarkt, bei dem man umständlich den Eingang suchen musste, der an der Schwarzbachbrücke war. Dort kontrollierten Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes den Einlass nach den 3G-Regeln, der Rest des Platzes war mit Flatterband abgesperrt. Ebenso der gesamte Schlossplatz.

Auch dort musste man den Eingang zum Krammarkt suchen, was einigen Besuchern zu viel war. Sie drehten schließlich ab und liefen zurück in die Fußgängerzone, nachdem sie die behördlich vorgegebene Situation aufgrund der Covid-Schutzmaßnahmen mit dem Spruch „Viel Flatterband und wenig Eingang“ kommentiert hatten.

Viel los war trotz des Wetters im Rosengarten beim Herbst- und Gartenmarkt. Dort wurden zeitweise die Parkplätze knapp.

Manche Händler waren mit dem Zuspruch doch noch zufrieden.
Manche Händler waren mit dem Zuspruch doch noch zufrieden.
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