Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Auswärtserfolg des SV 64 Zweibrücken teuer erkauft

SV-Rückraumspieler Philipp Kockler (links, hier im Spiel gegen die HSG Glan-Nahe, in der Mitte Benny Zellmer) fällt nach einem H
SV-Rückraumspieler Philipp Kockler (links, hier im Spiel gegen die HSG Glan-Nahe, in der Mitte Benny Zellmer) fällt nach einem Handbruch für das Team von Trainer Stefan Bullacher erst mal aus.

Im Derby bei den Handballfreunden in Illtal gab sich Oberligist SV 64 Zweibrücken keine Blöße: achter Sieg im achten Spiel. Nach zuletzt etwas blutarmen Vorstellungen boten die Zweibrücker kämpferisch eine starke Vorstellung. Ungetrübt war die Freude aber nicht. Für einen Leistungsträger des SV-Teams endete die Partie früh.

Beste Handballstimmung in der voll besetzten Hellberghalle in Eppelborn, riesige Zweibrücker Fan-Unterstützung und die Punkte 15 und 16 aufs Konto gebucht: Für Oberligist SV 64 Zweibrücken verlief die Fahrt zum Derby bei den Handballfreunden Illtal sehr erfolgreich. Mit 29:25 (14:11) gewannen die Zweibrücker am Sonntag und mussten doch einen schweren Schlag verkraften: Für Philipp Kockler endete die Partie vorzeitig.

Der Rückraumschütze, der links die garantierte Zweibrücker Torgefahr ist, verletzte sich an der Wurfhand. „Er hat sich einen Mittelhandbruch zugezogen“, sagte SV-Trainer Stefan Bullacher. Im Moment hat er die Hand in Gips, um eine Operation kommt er vermutlich herum. Bereits im ersten Durchgang verletzte sich Kockler, kühlte die Hand und probierte es nach der Pause noch mal. Trotz Verletzung traf er noch zum 20:15 und 21:15. „Er musste dann aber sofort raus, es ging gar nichts mehr“, schilderte Bullacher die Momente, die den ansonsten tollen Handballabend des SV 64 etwas trübten.

Torleute waren diesmal auf beiden Seiten kein Faktor

Die SV-Fans waren mit dem großen „Zweibrücker Löwen“-Banner auch nach Illtal gefahren und sorgten für Heimspielstimmung. Die Mannschaft zeigte sich gegenüber den vergangenen Spielen deutlich verbessert. „Kämpferisch eine 1a-Leistung“, lobte Bullacher sein Team, das von Beginn an nie einen Zweifel daran aufkommen ließ, wer die Hellberghalle als Sieger verlassen würde. „Die Partie haben wir ganz klar in der Abwehr gewonnen“, freute sich Bullacher. Obwohl es nicht der Abend der Torhüter war: Auf SV-Seite fanden weder Damian Zayac noch Patryk Foluszny richtig ins Spiel, auf Illtaler Seite konnte auch der frühere Zweibrücker Torwart Yannic Klöckner nicht die entscheidenden Impulse setzen.

Und einmal mehr bewies Adam Soos, welch feines Händchen er beim Strafwurf hat. Achtmal trat Soos für den SV an die Siebenmeterlinie, achtmal versenkte er den Ball im gegnerischen Netz, ließ weder Klöckner noch dessen Gespannspartner Tobias Krumm eine Chance. Eine wichtige Grundlage für den Zweibrücker Erfolg.

SV-Team baut den Vorsprung nach der Pause aus

Niklas Bayer, mal wieder Antreiber im SV-Angriff, warf die Zweibrücker mit 1:0 in Führung. Ex-VTZ-Spieler Thomas Jung glich für die Gastgeber aus und deren bester Spieler, Max Mees, hatte Anteil daran, dass die Illtaler zunächst ein 4:2 vorlegen konnten (9.). Aber Kockler und Soos glichen aus, und der 7:6-Führungstreffer von Kapitän Philipp Hammann (16.) brachte die Zweibrücker endgültig auf die Siegerstraße. Der SV gab die Führung nie mehr aus den Händen.

Konzentriert kamen die Zweibrücker auch nach der 14:11-Pausenführung zurück und bauten den Vorsprung binnen neun Minuten auf sechs Tore aus. Der SV 64 hatte die Partie im Griff, lief ungefährdet dem achten Sieg im achten Spiel entgegen.

So spielten sie

SV 64: Zayac, Foluszny - Bayer (1), Soos (10/8), Kockler (3) - Hammann (4), Zellmer (1) - Grieser (4) – Meister, Kroner (2), Finck (2), Eberhard, Naumann (2)

Spielfilm: 4:4 (9.), 6:6 (14.), 6:8 (20.), 11:14 (Halbzeit), 13:19 (39.), 18:21 (45.), 20:23 (51.), 25:29 (Ende) - Strafzeiten: 4:5 - Siebenmeter: 3/2 - 8/8 - Zuschauer: 550 - Schiedsrichter: Müller/Albes (HV Rheinhessen).

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