Zweibrücken Aus für Hotelvorhaben auf dem Parkbrauerei-Gelände?
Manfred Schenk, Investor auf dem Gelände der früheren Parkbrauerei, gibt den Anwohnern die Verantwortung dafür, dass „eine historische Chance vertan“ worden sei.
Nach dem Abriss der Brauerei ist das Areal seit Jahren unbebaut; im Zuge eines langwierigen Rechtsstreits mit Anwohnern kam es in puncto Neubebauung immer wieder zu Verzögerungen. Schenk hatte angekündigt, dort Wohnungen, ein Seniorenheim und ein Hotel zu errichten. Nun sei der letztgenannte Baustein des Projekts „im Moment kein Thema mehr“, sagt Schenk: „Was die Hotelpläne betrifft, hatten wir vor vier Jahren noch eine völlig andere, günstigere Marktsituation. In der heutigen Zeit ist die Lage schlechter; da ist der Hotelbau derzeit nicht darstellbar. Deshalb wurde wegen des Rechtsstreits eine historische Chance vertan.“ Mit Blick auf das Brauereigelände sagt der Pirmasenser Unternehmer, er müsse „jetzt zusehen, wie wir die Kuh vom Eis kriegen und das Projekt retten“.
Ein derzeit laufendes Insolvenzverfahren gegen Schenk selbst soll nach Aussage des Insolvenzverwalters nichts mit dem Brauereiprojekt zu tun haben. Denn dieses gehöre nicht zu den beiden Gesellschaften, die in das Verfahren involviert sind. Zweifeln, die der frühere Zweibrücker Oberlandesgerichtspräsident Walter Dury an dieser Aussage hegt, begegnet Manfred Schenk gegenüber der RHEINPFALZ mit dem Hinweis, „dass Herr Dury bloß mal ins Handelsregister gucken müsste. Da steht alles drin.“ An einem „klärenden Gespräch“, wie es ihm die klagenden Anwohner angeboten haben, zeigt Schenk nach eigener Aussage derzeit wenig Interesse.