Nachruf Augenoptiker Jörg Mischke: Ein beliebter Zweibrücker lebt nicht mehr
Jörg Mischke war als humorvoller, einfühlsamer und stets hilfsbereiter Zweibrücker bekannt. Geboren 1965 und aufgewachsen in seiner Heimatstadt, hat er am Helmholtz-Gymnasium Abitur gemacht. Nach der Bundeswehrzeit im Sanitätsdienst begann er im elterlichen Betrieb eine Ausbildung zum Augenoptiker, an die er in Berlin die Meisterschule anschloss. Für eine Leiharbeitsfirma für Augenoptiker reiste er anschließend fünf Jahre durch Deutschland und vertiefte sein Fachwissen in Sachen Kontaktlinsen.
1993 übernahm er von seiner Mutter Hildegard Mischke, geborene Seybold-Epting, das Optiker-Fachgeschäft an der Ecke Haupt-/Poststraße, das damals noch einen kleinen Geschenkeladen beherbergte. Diesen schloss Jörg Mischke, um im freigewordenen Raum eine große Sehtest-Kabine zu installieren und sich komplett auf die Augenoptik zu fokussieren. 2016 hat er Monika Mischke geheiratet. Jörg Mischke absolvierte viele Fortbildungen – auch spezielle für Augenärzte. So erweiterte er sein großes Allgemeinwissen um umfassende Fachkenntnisse, vor allem zum Thema Augenerkrankungen.
Geschäft nach fünf Generationen verkauft
Jörg Mischke war Mitglied der Wissenschaftlichen Vereinigung der Augenoptiker, der Amicitia, der Schlaraffia und der VTZ und aktiv im Zweibrücker Verkehrsverein. Im Juni 2016 bekam er plötzlich Kopfschmerzen. Ursache war ein Hirntumor, der sich nur teilweise entfernen ließ. Auf die Operation folgten Komplikationen und mehrere Schlaganfälle. 2022 verkauften die Eheleute Mischke in fünfter Inhabergeneration das Geschäft nebst Gebäude an die Firma Kind. Seit Mai 2023 lebte Jörg Mischke im Haus Kana.