Tennis
Allgäu-Liebhaberin Lizzy Schneider macht rüber in die Pfalz
Obwohl das Gesamtergebnis deutlich klingt, war das Spiel am Hornbach-staden in Althornbach alles andere als klar. Denn allein drei Spiele im Einzel und alle drei Doppelspiele wurden erst im Champions-Tiebreak entschieden. Mit gutem Ausgang für Althornbach: Von den sechs Entscheidungen fielen fünf zugunsten der Gastgeberinnen aus.
Lizzis weiße Einzel-Weste
Für Althornbachs Neuzugang Lizzi Schneider, die am Sonntag auf Position fünf zum Einsatz kam, läuft es richtig rund in der laufenden Saison für ihren neuen Verein. Denn gegen Boehringer-Ingelheim gewann Schneider ihr Einzel gegen Lena Diefenbach mit 6:3, 6:4, ihr Doppel mit Elena Süs ging allerdings knapp verloren (6:4, 5:7, 8:10). Nach dem fünften Spieltag weist die 18-jährige Saarländerin im Einzel mit vier Siegen eine blütenreine Weste auf. „Die Runde läuft für mich super“, findet die vom TC Homburg nach Althornbach gewechselte Tennisspielerin. Unzufriedenheit mit der eigenen Spielsituation im Homburger Verein war der Grund für ihren Wechsel über die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz. „Nachdem wir mit unserer TCH-Mannschaft von der Saarlandliga in die Oberliga aufgestiegen waren, hat der Verein mit ausländischen Spielern aufgerüstet“, berichtet Schneider. „Für mich war dann kein Platz mehr im Team“, empfand sie das Verhalten des Vereins als nicht gerade sportlich-fair.
„Ich habe dann in Althornbach angefragt, ob ich mal mittrainieren könnte,“ beschreibt Lizzi Schneider die von Beginn an freundliche Atmosphäre im Damenteam beim TC Althornbach. „Ich fühlte mich schon nach kurzer Zeit sehr wohl beim TCA.“
Beim Spiel am Sonntag gegen die Zweite des TC Boehringer-Ingelheim war Schneider mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht mit ihrer Spielweise. „Normalerweise ist die beidhändige Rückhand besser als meine Vorhand, heute war es umgekehrt“, übt sich die Neue beim TCA in Selbstkritik. „Ich habe vieles versucht, doch mit meiner Rückhand bin ich nicht ins Spiel gekommen. Zum Glück haben in den wichtigen Phasen des Spiels, so beim Stande von 2:3 gegen mich Mitte des zweiten Satzes, meine Vorhand und der erste Aufschlag gut funktioniert, sodass ich am Ende den Satz und damit das Spiel zu meinen Gunsten drehen konnte.“
Abiturientin bewirbt sich jetzt bei der Bundeswehr
Im Frühjahr 2020 hat die 18-jährige Schneider erfolgreich ihr Abitur mit den Leistungsfächern Englisch und Deutsch, sowie dem Neigungsfach Sport am Homburger Saar-Pfalz-Gymnasium gemacht. „Jetzt möchte ich mich für 15 Monate bei der Bundeswehr im Raum München bewerben, bevor ich mir dann überlege, was ich vielleicht studieren will“, sagt die Abiturientin. Der Gang nach Bayern hat auch etwas mit Schneiders Vorliebe für die Gegend München und Umgebung zu tun. „Mir gefallen einfach das Allgäu und der Großraum um München.“
Nach dem 10:2-Zwischenstand nach den sechs Einzeln mussten die Althornbacher Damen eigentlich nur noch ein Doppel für den Gesamtsieg einfahren. Doch das war dann leichter gesagt als getan. Denn am Ende wurde es denkbar knapp, alle drei Doppel gingen in den Champions-Tiebreak. Doppel eins des TCA mit Julia Dieter/Nina Seegmüller (6:3, 3:6, 10:8) und Doppel zwei mit Melanie Schnöder/Julia Sapich (6:7, 6:3, 10:8) gewannen aber die Althornbacherinnen. Daher konnte das gastgebende Team den Verlust von Doppel drei mit Schneider/Süs locker verschmerzen: Der 16:5-Sieg war in trockenen Tüchern.
So spielten sie
TC Althornbach 1 - TC Böhringer-Ingelheim 2 16:5
Einzel (10:2): Dieter - Sabina Schmidbauer 3:6, 2:6, Schnöder - Acker 6:1, 6:7, 10:5, Seegmüller - Hartmann 6:2, 7:6, Süs - Regina Schmidbauer 4:6, 6:0, 10:6, Schneider - Diefenbach 6:3, 6:4, Klos - Eremina 6:3, 3:6, 10:2
Doppel (6:3): Dieter/Seegmüller - Acker/Hartmann 6:3, 3:6, 10:8, Schnöder/Sapich - Schmidbauer/Schmidbauer 6:7, 6:3, 10:8, Süs/Schneider - Diefenbach/Eremina 6:4, 5:7, 8:10.