Zweibrücken Alle loben das Wasserspiel

Am Samstag kehrte der Wochenmarkt auf den neu gestalteten Alexanderplatz zurück. Strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen sorgten dafür, dass sich an diesem Morgen zahlreiche Besucher in der Innenstadt bewegten. Die RHEINPFALZ wollte von Besuchern und Beschickern wissen, wie das neue Umfeld bei ihnen ankommt.
„Es sieht so aus, als ob es weniger Stände als früher wären“, sagte aus Contwig. Durch das große Wasserspiel präsentiere sich der Markt viel aufgelockerter. Doch es fehle ein Café mittendrin, von wo aus man das Wasserspiel ungehindert sehen kann. Eigentlich wollte die 32-Jährige mit ihrem Sohn Leon am Samstag nur in die Fußgängerzone. Doch der Markt war zu verlockend, und für Leon gab es eine Dampfnudel. Seit zwölf Jahren ist Beschicker vom „Ziegenhof am Grumbeerkeller“ auf dem Wochenmarkt vertreten. Mit seiner Frau verkauft er Produkte rund um die Ziege. Bis auf einen seien dieselben Händler vertreten wie vor der Neugestaltung des Alexanderplatzes. „Die Wasserspiele verleihen dem Markt ein ganz anderes Flair, und auch mit der Anordnung der Stände bin ich ganz zufrieden im Gegensatz zum Schlossplatz. Hier auf dem Alexanderplatz habe ich mehr Laufkundschaft“, stellte er fest. Während Alexanderplatz und Fußgängerzone erneuert wurden, war der Markt auf dem Schlossplatz aufgebaut. Für ist der Standort Alexanderplatz ebenfalls besser als der Schlossplatz wegen des direkten Anschlusses an die Fußgängerzone. Auch der angrenzende Busbahnhof sei ein Plus für die Händler. Auch sie findet lobende Worte fürs Wasserspiel. Seit 18 Jahren ist sie mit ihrem Sortiment aus Marmelade, Honig, Likören, Schnäpsen und Geschenkartikeln in Zweibrücken vertreten, auch in Konken bei der „Kulinarischen Landstraße“. und ihr Mann Lukas gehen regelmäßig auf den Markt, machen ihren Besuch aber auch von Zeit und Wetter abhängig. Das Paar kaufte am Samstag Marmelade, Fisch und Gemüse. Die neue Anordnung der Stände gefällt Ivana Srnka sehr gut. Ob der Markt auf dem Schloss- oder dem Alexanderplatz stattfindet, ist der 32-Jährigen jedoch egal. „Hauptsache ist, ich finde, was ich suche!“ aus dem Raum Karlsruhe bietet seit zehn Jahren auf dem Markt Blumen, Topfpflanzen und Setzlinge an. „Ein wunderbarer Platz“, schwärmt er von „besserer Atmosphäre“. Mit seinem Geschäft bedient er fast ausschließlich Stammkunden. Die meisten davon seien älter. Ein großer Nachteil des Schlossplatzes sei gewesen, dass er nicht von überall her barrierefrei erreicht werden könne. Als „ganz toll“ empfindet auch die Kombination von Markt und Wasserspiel. Mit ihrem Mann Walter geht die Zweibrückerin oft an Samstagen hier einkaufen. Sie sei seit 40 Jahren Stammkundin und kaufe regelmäßig Obst, Gemüse und Eier. Als der Markt noch auf dem Schlossplatz war, kam die 69-Jährige nach eigenen Worten nicht ganz so oft her. „Den Kunden ist der Alexanderplatz für ihre Markteinkäufe lieber“, hat denn auch vom Wahlerhof beobachtet. Seit Jahren ist er mit Eiern, Blumen und Nudelprodukten hier vertreten. Auch die Geschäfte in der Fußgängerzone profitierten vom Markt auf dem Alexanderplatz. Zum Auftakt am Samstag seien viele Kunden zu ihm gekommen, die er schon länger nicht mehr gesehen habe. Möglicherweise hat aber auch das schöne Wetter dazu beigetragen, dass der Markt so gut besucht war. (jo)