zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Abriss schafft Platz für neues Bubenhauser ASB-Zentrum

Der ASB hat das Nachbarhaus in der Friedrich-Ebert-Straße gekauft und lässt es abreißen, um einem Neubau Platz zu machen.
Der ASB hat das Nachbarhaus in der Friedrich-Ebert-Straße gekauft und lässt es abreißen, um einem Neubau Platz zu machen.

Kurzen Prozess hat der Baggerfahrer am Freitag mit dem Haus in der Friedrich-Ebert-Straße 33 neben dem Gebäude des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) gemacht. Nach wenigen Stunden war das Haus, in dem sich früher der Friseursalon Benoit befand, bis auf die Grundmauern abgerissen. Der ASB hat das Haus 2019 gekauft und baut dort ein neues Gebäude mit Tagespflege, öffentlichem Quartierscafé und neun Senioren-Appartements.

Ab und zu haben die alten Mauern des ASB-Gebäudes in Bubenhausen am Freitag ganz schön gewackelt, wenn am Nachbargebäude gerade eine ganze Wand eingerissen wurde. Damit nicht mehr passiert, ist die Ebert-Straße noch immer halbseitig gesperrt, mit Ampelregelung. Den Abriss erledigte die Firma Gebrüder Theobald, die auch die Gebäude der alten Parkbrauerei in Zweibrücken abgerissen hat. Bevor das 1928 gebaute Haus in Bubenhausen abgerissen werden konnte, musste der ASB ein Schadstoffgutachten in Auftrag geben. Dabei kam heraus, dass beispielsweise die Fassade mit Asbest belastet war. Aber auch der Rest des Hauses entsprach nicht den heutigen Ansprüchen.

Ein kompletter Neubau soll zwischen Friedrich-Ebert-Straße und dem Hornbach entstehen. „Die momentane Planung sieht eine an die bestehende ASB-Sozialstation angebundene Tagespflegeeinrichtung mit öffentlichem Quartierscafé und Quartierstreff sowie neun Senioren-Appartements mit betreutem Wohnen vor beziehungsweise seniorengerechte Wohnungen mit zubuchbaren Unterstützungsangeboten“, erklärt ASB-Geschäftsführer Tassilo Wilhelm. Neben der bestehenden Garagenhalle des ASB im hinteren Bereich Richtung Hornbach sollen rund 15 weitere Parkplätze entstehen.

Bis der Neubau steht, der ähnliche Dimensionen haben wird wie das bisherige Wohnhaus, können zwei Jahre vergehen. „Wir wollen schnellstmöglich beginnen, am besten noch dieses Jahr“, so Wilhelm. Richtunggebend für die zeitliche Umsetzung seien vor allem, dass entsprechende Handwerksbetriebe für die einzelnen Gewerke gefunden werden und man im Kostenrahmen bleibt. Die voraussichtlichen Baukosten beziffert Wilhelm auf rund 3,7 Millionen Euro, die der ASB-Kreisverband zahlt. Zuschüsse gibt es bislang nicht. Allerdings hat die Stadt Zweibrücken den Abriss, der auf 80 000 Euro Kosten taxiert wird, mit 66 Prozent als Ordnungsmaßnahme bezuschusst.

„Den Bubenhausern etwas bieten“

„Gemeinsam mit den städtischen Gremien sowie unserem Landesverband in Mainz gehen wir die weitere Umsetzung unseres Projektes an“, sagt der ASB-Vorsitzende Rolf Franzen. Vorstandsmitglied Herbert Beckmann ergänzt: „Mit dem Neubau machen wir den ASB zukunftsfähig. Wir wollen den Bubenhausern etwas bieten. Die Leute sind froh, wenn sie im Alter in ihrem Dorf oder Stadtteil bleiben können, wo sie sich auch auskennen.“

Der geplante Neubau ist nach derzeitigen Plänen 12,80 Meter hoch und hat vier Stockwerke, von denen auf Straßenniveau jedoch nur drei sichtbar sein werden wegen des Gefälles im Gelände. Eine Terrasse an der Tagespflege und eine Dachbegrünung sind eingeplant. Rund zehn Meter breit wird das neue Haus und damit sogar ein wenig schmaler als das jetzt abgerissene Wohnhaus. Vom Erscheinungsbild her soll es der alten Schule, in der der ASB seinen Sitz hat, ähnlich sein, wobei der Neubau nicht auf gleicher Höhe stehen wird, sondern näher an der Straße.

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