Zweibrücken Abgezockter Kiefer netzt 13-mal ein

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Bingen. Was der doppelte Punktgewinn beim 31:30 (17:15) in Bingen wert war (), wussten die Oberliga-Handballer der VTZ Saarpfalz erst später am Sonntagabend. Da war klar, dass die HF Illtal in Offenbach Federn gelassen und auch Konkurrent TSG Haßloch sich beim 27:27 beim letzten VTZ-Gegner Mülheim mit einem Punkt zufrieden geben musste.

VTZ-Trainer Mirko Schwarz konnte in der Partie bei der noch sieglosen HSG Rhein-Nahe Bingen froh sein, dass er wieder auf Rückraumspieler Steffen Kiefer zurückgreifen konnte. Denn der rechte Rückraumspieler der VTZ ist ein typischer Goalgetter, der keine Angst vor Wurfverantwortung hat – so eine Marke wie der frühere Kieler Christian Zeitz. Kiefer hatte laut Schwarz am Donnerstag zum ersten Mal nach zweiwöchiger Verletzungspause (Oberschenkelzerrung) wieder vorsichtig trainiert. Im Spiel war ihm davon nichts anzumerken: Er traf 13-mal, davon sechsmal von der Strafwurflinie. So einen abgezockten Schützen wie Kiefer brauchte es in der zerfahrenen, spannenden Begegnung in Bingen auch. Denn nach den beiden jüngsten Niederlagen agierte die VTZ-Mannschaft nicht souverän. „Wenn man zweimal verliert und schlecht spielt, bekommt man eben ein kippliges Händchen“, kam die Nervosität seiner Truppe für Schwarz nicht unerwartet. Es wurde eine Nervenschlacht. Das Spiel stand auf Messers Schneide; immer wenn sich die Gäste mal etwas absetzten wie beim 6:9 (15.), konterten die Binger sofort. „Und vor der Pause haben wir die Chance, mit vier Toren in Führung zu gehen, verlieren beim Anwurf aber direkt den Ball und ermöglichen das 15:17.“ Viele technische Fehler und die Tatsache, dass bei Führungen „plötzlich jeder Spieler dem Gegner den Gnadenstoß geben will“ (Schwarz) führten dazu, dass die Binger immer auf Tuchfühlung blieben. „Eigentlich müssten wir gerade da unser Spiel ruhig weiter spielen und der Partie unseren Stempel aufdrücken. Da erwarte ich von den erfahreneren Spielern, dass sie das Tempo rausnehmen“, fordert der VTZ-Coach. Aber auch die 22:18-Führung (40.) brachte nicht die erwünschte Sicherheit. 23:23, plötzlich 25:23 (50.) für die Gastgeber, dann wieder 28:28 – die VTZ bog die Partie mit großem kämpferischem Einsatz noch zum Auswärtssieg zurecht. Erleichterung machte sich breit, auch weil Schwarz über die Binger sagt: „Die sind technisch gut ausgebildet. Ich bin sicher, dass auch andere da noch verlieren werden“. Fazit: zwei Punkte, Mund abputzen, weiter gegen Offenbach. (sai)

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