Zweibrücken
A8 bei Zweibrücken nach tödlichem Unfall bis zum Abend gesperrt
Die schweren Verkehrsbehinderungen und langen Staus, die am Dienstagnachmittag in und um Zweibrücken unübersehbar waren, haben einen tragischen Hintergrund. Um die Mittagszeit hatte sich auf der Autobahn 8 zwischen Ixheim und Zweibrücken-Mitte ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Ein Autofahrer wurde dabei schwer verletzt; sein Beifahrer kam ums Leben.
Ein grauer VW Touran mit Pirmasenser Nummernschild ist unter den Auflieger eines Lastzuges mit slowenischen Kennzeichen geraten. Infolge einer Panne war der Laster auf dem Standstreifen abgestellt. Der Beifahrer im VW starb noch am Unfallort, der schwer verletzte Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über den Gesundheitszustand des Lastwagenfahrers ist bislang nichts bekannt; allerdings war die LKW-Fahrerkabine vom Unfall offenbar nicht direkt betroffen.
Sichtschutzwand gegen Gaffer
Bislang ist auch noch unklar, ob sich der Lastwagenfahrer zum Unfallzeitpunkt überhaupt in seinem Fahrzeug befunden hat. Die Zweibrücker Feuerwehr musste das Dach des völlig zertrümmerten Klein-Vans aufschneiden, um den Fahrer aus dem Autowrack bergen zu können. Schon nach kurzer Zeit hatte die Autobahnmeisterei eine mobile Sichtschutzwand um die Unfallstelle aufgebaut. Damit sollten Gaffer abgehalten und Unfälle verhütet werden, die womöglich durch Neugierige auf der weiterhin geöffneten Gegenfahrbahn in Richtung Pirmasens ausgelöst worden wären.
Ab etwa 12.30 Uhr sperrte die Polizei beide Fahrspuren der A8 in Richtung Saarland ab und leitete den Verkehr an der Ausfahrt Ixheim von der Autobahn. Durch den Kreisel am Nagelwerk und die Ixheimer Straße hindurch fuhren die meisten Fahrzeuge am Bubenhauser Kreisel später wieder auf die A8 auf. Allerdings führte die Autobahnsperrung am Dienstagnachmittag stundenlang zu Staus auf der A8 selbst und in der Ixheimer Ortslage. Die Fahrzeuge, darunter etliche Lastwagen, die auf der Autobahn bereits die Abfahrt Ixheim passiert hatten und dann hinter dem Unfall im Stau steckenblieben, wurden von der Polizei rückwärts zur Ausfahrt gelotst. Einigen Personenwagen wurde auch das Wenden auf der Autobahn erlaubt, um den Stau abzubauen.
Gutachter muss den Unfallhergang aufklären
Autofahrer von und nach Mittelbach und Rimschweiler waren von der Umleitung ebenfalls betroffen, weil sich der Verkehr am Nagelwerk-Kreisel staute. Die Vollsperrung dauerte am Dienstag bis in die Abendstunden an, weil ein Gutachter vor Ort die Unfallursache untersuchen musste. Dies ist das übliche Verfahren bei tödlichen Verkehrsunfällen.
Die Polizei selbst konnte während des stundenlangen Einsatzes keine Stellungnahme zum Unfall abgeben, da alle verfügbaren Beamten im Einsatz waren. Die genaue Unfallursache ist noch nicht bekannt. Allerdings ist nach Angaben von Polizisten und Mitarbeitern der Straßenmeisterei sicher, dass der Lastwagen gestanden hat, als der Touran hinten links unter den Auflieger geriet.
Am Unfallort gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 Kilometern pro Stunde. Vor Ort war erkennbar, dass der Lastwagen komplett auf dem Standstreifen stand und nicht in die rechte Fahrspur hineinragte. Nähere Angaben zu Wohnort, Alter und Geschlecht der Unfallopfer im PKW wurden am Dienstag noch nicht genannt. Auch die Frage, ob der havarierte Lastwagen ordnungsgemäß abgesichert war, ist noch nicht geklärt. Solche Fragen hat nun der hinzugezogene Gutachter zu klären.