Zweibrücken 50 Jahren Wildrosengarten: „Ein Stück gelebte Geschichte“
„Der Wildrosengarten ist eine Institution in unserer Stadt. Er ist mehr als nur eine botanische Sehenswürdigkeit. Er ist ein Stück gelebte Geschichte, des Wissens, der Pflege und der Begegnung – und vor allem ein Ort, an dem die Rose in all ihrer Vielfalt zum Ausdruck kommt“, sagte Oberbürgermeister Marold Wosnitza, der zugleich Präsident der Oskar-Scheerer-Stiftung ist. Für deren Namensgeber sei der Wildrosengarten die Erfüllung eines Traums gewesen.
Mittlerweile gehöre das Gelände zum Genressourcen-Netzwerk Rose des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Es erfülle zusammen mit anderen Standorten eine nationale Aufgabe für genetische Vielfalt. Für außerordentliches Engagement rund um die Rose bedankte sich Wosnitza bei Gartenmeister Heiko Hübscher: Ohne ihn wäre Zweibrücken nicht in dieser prestigeträchtigen Situation, in der sich die Stadt jetzt befinde. Weiterhin kündigte Wosnitza an, dass im Wildrosengarten mehrere Birken weichen werden – sie sollen den Obstsorten Platz machen, die Oskar Scheerer auf der Streuobstwiese vorgesehen hatte.
Einblick in die Rosenkunde bei Hieronymus Bock
Der Stiftungsvorsitzende Reiner vom Berg erinnerte an die Anfänge des Wildrosengartens, der mittlerweile in Fachkreisen weit über Deutschland hinaus bekannt sei. Der Zweibrücker Botaniker und Theologe Otto Schäfer gab einen kurzen Einblick in die Rosenkunde bei Hieronymus Bock. Am Rahmenprogramm beteiligten sich die Jugendkunstschule, die Dudelsackspieler Walther Theisohn und Björn Weinmann, der Chor Cantamus, die Naturschutz-Jugend, die Waldjugend und der Weiße Ring.