Zweibrücken 34:19 durch die ordnende Hand des Kapitäns

91-96060622.jpg

ZWEIBRÜCKEN. Nicht glanzvoll, aber souverän lösten die A-Junioren-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Sonntag die Aufgabe in der Bundesliga gegen die SG Meißenheim/Nonnenweier (wir berichteten kurz). Mit 34:19 (18:12) gewannen die Zweibrücker, die damit bewiesen, dass der Punktverlust im Hinspiel nur ein Ausrutscher war. Nachdem die Konkurrenz am Samstag für den SV 64 gespielt hatte, nutzten die Zweibrücker die Chance, sich vorzeitig für die kommende Bundesliga-Saison zu qualifizieren.

„Die wollten wir heute nicht mehr aus der Hand geben“, sagte SV-Kapitän Tom Grieser zur angestrebten Qualifikation. Also kein Zittern mehr in den verbleibenden beiden Bundesliga-Spielen dieser Runde; angesichts der Formschwankungen, denen die Zweibrücker derzeit in 60 Spielminuten unterliegen, ein wichtiger Punkt. Auch am Sonntag brauchte es nach durchwachsenem Beginn die ordnende Hand des Kapitäns, um Linie ins Zweibrücker Spiel zu bringen. „Wir wollten uns für den in Meißenheim verlorenen Punkt revanchieren. Und ich hatte noch eine persönliche Rechnung offen“, bekannte Grieser. Er hatte im Hinspiel in Meißenheim ein Tor erzielt – es wäre das Siegtor gewesen –, das zu Unrecht von den Referees nicht anerkannt wurde. Am Sonntag avancierte Grieser in der Zeit, in der er auf dem Feld stand, phasenweise zum Herrn der Lüfte, traf und setzte seine Teamkollegen glänzend in Szene. „Alter, was für ein geiler Pass“, zollten auch die Gästespieler auf der Tribüne dem Zuspiel Griesers auf Christopher Huber in der 47. Minute Respekt. SG-Trainer Jürgen Brandstaeter schonte einige Spieler bereits mit Blick auf die für sein Team demnächst anstehende Bundesliga-Qualifikationsrunde. Hoch in der Luft stehend, mit dem Rücken zu Huber, passte Griesers Timing da ganz genau. Huber, der gleichfalls ein gutes Spiel machte, traf zum 27:18. Eine verdiente Führung, „die wir schon früher hätten haben können, wenn wir nicht so viele Chancen liegen gelassen hätten“, sagte SV-Trainer Tony Hennersdorf. Phasenweise agierte seine Mannschaft nicht mit dem letzten Biss, fehlte die Konsequenz in Abwehr und Angriff. „Klar, absolut verdient, auch in dieser Höhe“, gratulierte SG-Trainer Jürgen Brandstaeter den Zweibrückern zum Erfolg. Für ihn war es eine Rückkehr in alte Gefilde. Beim Bundesligisten TV Niederwürzbach hatte er Anfang der 90er im Tor gespielt, in Blieskastel gewohnt. „Die Strecke kannte ich noch gut“, sagte Jürgen „Brane“ Brandstaeter, der auch noch mit SV-Coach Christian Schwarzer in Niederwürzbach spielte. „Brane war ja schon vor mir da. Er hat mir alle Abkürzungen auf den Laufstrecken rund um Niederwürzbach verraten“, bestätigte Schwarzer lachend. „Nächste Saison kommen wir wieder“, ist Brandstaeter sicher, dass sein Team – „ich hatte heute nur Spieler des jungen Jahrgangs dabei, die Mannschaft bleibt zusammen“ – wieder in Zweibrücken spielen wird. Der SV 64 hat seinen Teil für ein erneutes Bundesliga-Duell mit der Qualifikation bereits erledigt. So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Mangold - Bayer (4), Eisel (2), Grieser (7) - Finkler (4), Schaller (5/2) - Schwarzer (1) - Huber (7), Dobrani (2), von Lauppert (2/1) SG Meißenheim/Nonnenweier: Ohnemus, Kevin Wilhelm (ab 31.) - Velz (4/1), Veith (2), Spinner (2) - Link (2), Jochheim (2) - Bolz (2) - Schilli (2), Ammel (1), Lederle (1), Ehmüller (1), Matteo Wilhelm, Mattes Spielfilm: 6:3 (6.), 7:7 (12.) 13:11 (22.), 18:12 (Halbzeit), 23:16 (42.), 27:18 (47.), 34:19 (Ende) - Zeitstrafen: 5:5 - Rote Karte: Grieser (56./dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 4/3 - 2/1 - Beste Spieler: Grieser, Huber - Velz - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Bertram/Deyer (HV Rheinhessen).

x