Zweibrücken 30 Minuten Gegenwehr
30 Minuten lang zogen sich die A-Junioren-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag beim Tabellenführer Rhein-Neckar-Löwen sehr gut aus der Affäre, trotz personeller Probleme, die sich nach 20 Minuten durch die Verletzung von Kian Schwarzer verschärften. Am Ende konnte der SV dem Spitzenreiter nicht mehr die Gegenwehr aus der ersten Halbzeit leisten. Die Rhein-Neckar-Löwen gewannen letztlich 27:18 (13:11).
«OESTRINGEN.»„Mit der Leistung der Mannschaft ist das Trainerteam absolut zufrieden“, verdeutlichte SV-Coach Björn Stoll, dass er und sein Co Christian Schwarzer das Engagement des Teams richtig einzuschätzen wussten. „Die Jungs haben in den ersten 30 Minuten wirklich sehr gut gespielt, stark verteidigt“, lobte Stoll. Wäre manche Chance mehr verwertet worden, „hätten wir die Partie längere Zeit offen gestalten können“, sagte er, wissend, dass ein Sieg fast Sensationscharakter gehabt hätte. Spielmacher Marc-Robin Eisel fehlte wegen seines Drittligaeinsatzes in Dansenberg, Philipp Meiser mit Rückenproblemen. Damit mussten die Zweibrücker auf ihre Haupttorschützen verzichten. Felix Dettinger war nach überstandener Erkältung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, stellte sich angesichts der schwierigen Personallage in den Dienst des Teams. Philipp Baus war wegen einer Verletzung an der Hand nicht 100 Prozent fit. Als würde das alles noch nicht genügen, erwischte es den SV in Sachen Verletzungspech im Spiel heftig: Kreisläufer Kian Schwarzer, der unangefochtene Chef im Team, zog sich eine Bänderverletzung am Fuß zu. „Die genaue Diagnose müssen wir abwarten. Ob es eine schwere Dehnung ist, oder ob die Bänder gerissen sind“, sagte Stoll. Bis zu Schwarzers Verletzung hatte der SV dem Spitzenreiter mit viel Einsatzwillen Paroli geboten. „Es hat wirklich jeder für den anderen gespielt und gekämpft“, lobte Stoll die Arbeit im Verbund. Der Spitzenreiter ging 1:0 in Führung. Dettinger zeigte mit dem Treffer zum 1:1, dass der SV nicht gewillt war, die Punkte einfach abzugeben. In der 15. Minute warf Schwarzer, kurz vor seiner Verletzung, die Zweibrücker gar mit 8:7 in Führung. Bis zum 11:11 blieb es ausgeglichen, dann verletzte sich Schwarzer. Die Partie war etwas unterbrochen, Zweibrücken ließ in der Folge einige Chancen aus. Das nutzten die Gastgeber, um mit 13:11 in Führung zu gehen. Nach dem Wechsel machte sich das Fehlen vieler Stammkräfte auf Zweibrücker Seite zunehmend bemerkbar. Es fehlte an Durchschlagskraft. „Aber die Jungs haben weiter alles geben“, anerkannte Stoll. Nach 46 Minuten hatte der aufgerückte B-Jugend-Spieler Joshua Eberhardt auf 16:19 verkürzen können, dann hatten die Rhein-Neckar-Löwen einen 4:0-Lauf. Längstens beim 23:16 (51.) hatte der Tabellenführer die dann einseitige Partie für sich entschieden. So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Mangold, Becker - Ihl (7), Dettinger (2/1), Müller (2) - Naumann, Dobrani (1) - Schwarzer (1) - Eberhardt (4/3), Meister, Bayer Spielfilm: 8:8 (16.), 11:11 (25.), 13:11 (Halbzeit), 16:14 (36.), 19:16 (46.), 23:16 (51.), 27:18 (Ende) - Siebenmeter: 9/6:5/4 - Zeitstrafen: 5:4 - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Müller/Seeger (HV Württemberg).