Zweibrücken 25:25 – Später Freiwurf kostet VTZ zweiten Punkt

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Mülheim. Eine tolle kämpferische Leistung zeigte der kleine Kader des Handball-Oberligisten VTZ Saarpfalz am späten Mittwochabend beim 25:25 (11:13)-Unentschieden beim TV Mülheim. Lange sahen die Zweibrücker wie der sichere Verlierer aus. „Aufgeben ist nicht“, lautete aber die Devise der Gäste, die sich den Punkt absolut verdienten.

„Die Jungs haben wirklich eine tolle Moral bewiesen, ich hätte ihnen von Herzen den zweiten Punkt gegönnt“, sagte VTZ-Trainer Mirko Schwarz. Denn die Zweibrücker, die in der 56. Minute den 23:23-Ausgleich erzielten, nachdem sie in der ersten Halbzeit schon mit 3:9 zurücklagen, führten in der Schlussminute sogar mit 25:24. Raimonds Trifanovs, mit zehn Toren erfolgreichster VTZ-Werfer, hatte getroffen. Die VTZ hatte die Chance, alles klar zu machen: Tobias Stauch nahm den Wurf und hatte Pech, dass der Ball vom Innenpfosten raussprang. Den Abpraller warf Matthias Mohn ans Außennetz. Damit war Mülheim in Ballbesitz. Drei Sekunden zeigte die Uhr noch, als die Gastgeber einen Freiwurf bei zwölf Metern zugesprochen bekamen. „Ich bin mir sehr sicher, dass die Zeit abgelaufen war, als der Ball bei uns im Tor einschlug“, sagte Schwarz. Denn einen Freiwurf ablegen, ein Stück zurücklaufen und dann zum Kreisläufer spielen, der den Ausgleich markiert – „dafür reichen drei Sekunden nicht“, steht für ihn fest. Aber der Treffer zählte. Bei den Zweibrückern wich der Ärger über diese Szene schnell der Freude über einen gewonnenen Punkt. „Wenn man über 50 Minuten einem teils deutlichen Rückstand hinterherläuft, ist das ein Punktgewinn“, analysierte Schwarz. Vor allem weil sein Team neben dem Ausfall des Innenblocks mit Tomas Marusak/Philip Wiese auch das Fehlen von Marek Galla und Sven-Malte Hoffmann kompensieren musste. „Das haben sie wirklich gut gemacht“, lobte Schwarz die Spieler, die 60 Minuten ackerten. Diese Einstellung brauche es auch am Samstag, wenn die Zweibrücker zum Rundenende im letzten Heimspiel der Saison den Vierten TuS Dansenberg empfangen (20 Uhr, Westpfalzhalle). Da gibt es ein Wiedersehen alter Bekannter. Alexey Wetz und Martin Mokris wechselten aus Dansenberg zur VTZ, dort spielt jetzt wieder Steffen Kiefer, zwischenzeitlich drei Jahre im VTZ-Trikot. Im Hinspiel hatte Kiefer erheblichen Anteil am 33:29-Erfolg der Dansenberger, die vom früheren Niederwürzbacher Nationalspieler Jürgen Hartz trainiert werden. „Ich hoffe, es wird ein schönes Handballspiel, es verletzt sich keiner, und alle haben noch mal 60 Minuten lang einfach Spaß am Spiel“, sagt Schwarz. Er betreut die VTZ zum letzten Mal und wird ebenso verabschiedet wie die langjährigen VTZ-Spieler Raimonds Trifanovs, Max Ulbrich, Marek Galla und Kreisläufer Daniel Thum. (add) So spielten sie VTZ Saarpfalz: Pcola, Serr (ab 31.) - Wetz (1), Mokris (6/2), Trifanovs (10) - Kaufeld (3/1), Ulbrich (2) - Thum - Stauch (2), Mohn (1), Gubisch Zeitstrafen: 5:3 - Siebenmeter: 7/6 - 3/3 - Beste Spieler: Zerwas, Schwenzer - Trifanovs, Mokris - Schiedsrichter: Baumann/Weiler (HV Pfalz). (add)

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