Handball
24:27 – Zweibrücker VTZ-Herren leisten sich in Offenbach zu viele Ballverluste
Sechs Minuten waren am Sonntagabend gespielt, da erzielte Offenbachs Rechtsaußen Tino Gläßgen den dritten TVO-Treffer. Es war das 3:0. Beide Teams taten sich schwer im Angriff: Der TVO traf zweimal durch Gegenstöße, die VTZ scheiterte oft an Offenbachs Torhüter Florian Pfaffmann oder an sich selbst. Bälle flogen ins Aus, kamen knöchelhoch beim Mitspieler an oder wurden unfreiwillig geblockt. „Wir hatten bestimmt 20 Ballverluste durch technische Fehler oder Fehlwürfe“, monierte VTZ-Trainer Marek Galla nach dem Abpfiff. Allein im ersten Durchgang hielt Pfaffmann acht Würfe, 14 im ganzen Spiel. Zu vier technischen Fehlern kamen mindestens fünf VTZ-Fehlpässe hinzu. Galla: „Gegen die Einstellung meiner Mannschaft kann ich gar nichts sagen, das war gut. Aber solche Fehler kosten dich hier in Offenbach zwei Punkte.“
Trotzdem schaffte es auch der TVO nicht, entscheidend davonzuziehen: 3:3 (9.), 5:5 (15.). Die Gäste kamen wieder ins Spiel. Beim 10:6 – Gläßgen im Konter nach einer Pfaffmann-Parade – war der TVO erstmals vier Tore weg. Im Positionsangriff mühte er sich weiter, erzielte neun Treffer im geordneten Spiel vor der Pause. „Insgeheim habe ich schon befürchtet, dass das gegen ihre offensive 6:0-Abwehr schwer wird. Das hat jeder gesehen“, sagte Offenbachs Trainer Tobias Job.
VTZ: Gegen Nahe-Glan müssen jetzt Punkte her
In der zweiten Hälfte bestätigte Pfaffmanns Zweibrücker Torwart-Kollege, Norman Dentzer, seine gute Leistung aus den ersten 30 Minuten und vereitelte zwei Offenbach Konter in Serie. Nach dem 20:14 (Konter Felix Kunz nach Schrittfehler und Ballverlust Robin von Lauppert) offenbarten sich dann große Lücken im Abwehrzentrum der Gastgeber.
Über Kreisläufer Dominik Rifel kam die VTZ offensiv wieder ins Spiel. Fünf seiner sieben Treffer steuerte er in der zweiten Hälfte bei. Beim 23:21 (51.) und 25:23 (57.) waren die Gäste dran. „Da waren sie auf Tuchfühlung. Gott sei Dank schießen wir wieder das dritte Tor durch Tino. Sonst wird’s ungemütlich“, meinte Job. Nach einer Auszeit beorderte er seinen quirligen Linkshänder Gläßgen gegen die immer offensiver werdende Deckung der Gäste kurzzeitig auf die Mitte. Die Idee fruchtete. Auch, weil die VTZ in den zwei Angriffen davor jeweils am unerlaubten fünften Pass bei Zeitspiel und von außen scheiterten.
„Wenn wir auf eins rankommen, setzt das vielleicht noch mal 20 Prozent mehr Kraft bei jedem frei, weil wir dran glauben“, sagte Galla. Er hofft, dass von Lauppert sich nicht ernsthafter am hinteren Oberschenkel verletzt hat. „Gegen Nahe-Glan nächste Woche müssen wir punkten.“ Job: „Unter dem Strich steht der Sieg, aber ein schönes Spiel war es sicher nicht. Da müssen wir noch mal in die Analyse gehen.“
So spielten sie
VTZ Saarpfalz: Dentzer (Glöckner) - Kraucevicius (2), von Lauppert (3/2), Belhadi (4) - Graff, Rolshausen (8/3) - Rifel (7) – Michel, Bernt, Groß, Buchheit
Spielfilm: 3:0 (6.), 5:5 (15.), 10:6 (22.), 15:11 (Halbzeit), 21:17 (44.), 23:21 (51.), 25:23 (57.), 27:24 (Ende) - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 2/2 - 7/5 - Beste Spieler: Pfaffmann, Gläßgen - Dentzer, Rifel - Zuschauer: 190 - Schiedsrichter: Müller/Krispenz (Osthofen/Bretzenheim).