Zweibrücken Zweibrücken: Krankenhaus-Einrichtung unterm Hammer
Ein höhenverstellbares Bett für 300 Euro, ein Flachbildschirm für 30 Euro, ein Alu-Regal für fünf Euro: Auf einer Auktionsplattform im Internet werden seit Mitte Januar Einrichtungsgegenstände des vor rund anderthalb Jahren geschlossenen Evangelischen Krankenhauses versteigert. Der Landesverein für Innere Mission (LVIM), der das Krankenhaus betrieben hat, will nach eigenen Angaben mit den Erlösen Fördermittel ans Land zurückzahlen.
837 Gegenstände aus dem stillgelegten Krankenhaus am Himmelsberg werden auf der Internetplattform troostwijkauctions.com zum Kauf angeboten. Neben Krankenhaus-Betten sind Elektrogeräte im Angebot, wie PCs, eine Beschallungsanlage und eine Tisch-Bohrmaschine. Außerdem werden Möbel angeboten – diese sind laut Beschreibung aber „stark gebraucht“ und starten mit einem Angebotspreis von einem Euro.
Löwenanteil: "Medizinische Ausrüstung"
Auch Kücheninventar findet sich im Angebot, wie (Kühl-)Schränke und Edelstahlbecken, aber auch Servier- und Tablettwagen sowie kleinere Küchengeräte wie Kaffeemaschinen. Der Löwenanteil des Angebots, fast 500 Positionen, laufen unter der Überschrift „Medizinische Ausrüstung“: Betten, Beatmungsgeräte, chirurgische Instrumente. Wie der LVIM auf RHEINPFALZ-Anfrage mitteilte, arbeitet der Landesverein in der Sache mit der Firma Asset Orb zusammen. Der Verkauf des Inventars war laut Landesverein seit Schließung des Hauses „eine mittelfristige Option“: „Vorrang hatte in einem ersten Schritt die geordnete Verteilung an interne Interessenten und Partner, die nun abgeschlossen ist“, heißt es in einer Mitteilung des LVIM.
Zuschlag für Höchstbietenden
Die Gegenstände werden mittels einer Auktion veräußert, Bieter können über die Online-Plattform Gebote abgeben, und nach Ablauf der Frist – die Auktionen laufen noch bis Faschingsdienstag – erhält der Höchstbietende den Zuschlag. Der LVIM zahlt nach eigenen Angaben für die Verkäufe eine „vertraglich geregelte Summe“, die „im geschäftsüblichen Bereich“ liegt. Das Geld, das unterm Strich bei den Auktionen übrig bleibt, will der LVIM nach eigenen Angaben für „die geförderten Gegenstände an das Land Rheinland-Pfalz zurückzahlen“. Was mit den Gegenständen geschieht, die keinen neuen Besitzer finden – der Landesverein geht „von einer guten Veräußerungsquote aus“ – ist noch offen. Der LVIM will „weitere Nutzungs- beziehungsweise Verwertungsmöglichkeiten“ prüfen, denkt aber auch schon über Spenden an gemeinnützige und karitative Organisationen nach.
Gebäudenutzung weiter unklar
Was mit dem Gebäude in naher Zukunft passieren soll, ist noch unklar. „Zur Nachnutzung des Gebäudes führt der LVIM Gespräche mit Investoren“, heißt es aus der Pressestelle des LVIM in Bad Dürkheim. Ziel sei der „kurz- oder mittelfristige Verkauf der Immobilie“. Bereits vorliegende Nutzungskonzepte und bestehende Mietverhältnisse würden dabei berücksichtigt.