Speyer Zur Sache: Was wird eigentlich gewählt?

Am kommenden Wochenende sind die Katholiken ab 16 Jahren in der Diözese Speyer aufgerufen, die Vertreter für die pfarrlichen Gremien zu wählen. Allerdings nicht mehr so, wie sie es seit Jahren gewohnt sind, denn die alten Pfarreien gibt es ab Anfang 2016 endgültig nicht mehr. Ausnahme bilden Lingenfeld und Schwegenheim. Die Orte gehören zur Projektpfarrei Germersheim, dort galten die neuen Strukturen schon in den vergangenen vier Jahren. Doch auch die anderen Gemeinden haben sich bereits an den Gedanken gewöhnen müssen, in Zukunft nicht mehr eine eigenständige Pfarrei, sondern Gemeinde einer der neu gebildeten 70 Großpfarreien zu sein, das hat die Gemeindepastoral 2015 so festgelegt. Damit werden auch der Pfarrgemeinderat und der Verwaltungsrat Geschichte. Diese Gremien haben sich um das Leben in der eigenen Gemeinde gekümmert. Gemeindeübergreifend gab es einen Hauptausschuss, in den jede Gemeinde Vertreter entsandt hat und der sich mit ortsübergreifenden Themen befasst hat. Jetzt am Wochenende müssen erstmals drei Gremien gewählt werden: 1. Der Pfarreirat trägt mit Pfarrer und pastoralen Mitarbeitern Verantwortung für die künftige Pfarrei und legt fest. Die Mitglieder werden direkt aus den Gemeinden in das Gremium gewählt. In Dudenhofen-Römerberg, sowie Waldsee und Otterstadt müssen pro Ort zwei Mitglieder gewählt werden, Schwegenheim und Lingenfeld/Westheim wählen zusammen fünf Mitglieder. 2. Der Verwaltungsrat erstellt den Haushaltsplan, entscheidet über Dienst- und Arbeitsverträge sowie über Bau- und Grundstücksangelegenheiten aller Gemeinden. Er ist somit für das und alle in der neuen Pfarrei verantwortlich. Dudenhofen-Römerberg und Waldsee-Otterstadt wählen je zwei Mitglieder pro Gemeinde, Lingenfeld/Westheim und Schwegenheim je drei. 3. Der Gemeindeausschuss kümmert sich um die . Die Anzahl der Mitglieder für den Gemeindeausschuss kann die Gemeinde selbst festlegen, es müssen jedoch mindestens drei sein. Die Gemeindeausschüsse in Harthausen, Hanhofen und den drei Römerberger Gemeinden halten an dieser Mindestanzahl drei fest. In Lingenfeld und Schwegenheim ist die Situation eher ungewöhnlich: Beide Orte bilden zusammen mit Westheim, das schon zu Lingenfeld gehört, einen gemeinsamen Gemeindeausschuss. Es stehen fünf Kandidaten aus Lingenfeld/Westheim und drei aus Schwegenheim auf der Liste. Dudenhofen und Waldsee möchten zehn Mitglieder im Gemeindeausschuss haben, Otterstadt hat sich für acht entschieden. (krx)