Speyer Zur Sache: Umweltschutzverein FLUOW aufgelöst

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Der Förderverein zum Landschafts- und Umweltschutz in Otterstadt und Waldsee (FLUOW) hat sich aufgelöst. Das bestätigte der stellvertretende Vorsitzende Eugen Kluger auf RHEINPFALZ-Anfrage. Als Grund nannte er, dass der Verwaltungsaufwand für die elf Mitglieder des Vereins zu groß gewesen sei. Der Verein habe nur über ein kleines Budget verfügt. Laut Kluger seien es zwischenzeitlich maximal 600, 700 Euro gewesen. Das Geld sei durch Mitgliedsbeiträge und Spenden zusammengekommen. Der Aufwand für die Steuererklärung habe in keinem Verhältnis zum Ertrag gestanden, sagte Kluger. Er sei der einzige Rentner im Verein, der ein bisschen Zeit habe, die anderen seien hauptsächlich berufstätige Frauen gewesen. Außerdem sei den Mitgliedern das Risiko zu groß gewesen, gegen die neue Datenschutzgrundverordnung zu verstoßen und deshalb verklagt zu werden. Die Mitglieder hätten zwar darauf geachtet, dass eine Genehmigung der Person für die Veröffentlichung des Namens oder des Fotos auf der Internetseite vorliege, aber „wenn man mal nicht aufpasst, hat man vielleicht eine Klage am Hals“, sagte Kluger mit Blick auf Rechtsanwälte, die sich auf dieses Thema spezialisiert hätten. Der FLUOW hatte sich Ende September 2016 mit dem Ziel gegründet, „die liebens- und lebenswerte Umgebung von Otterstadt und Waldsee zu erhalten und möglichst im Sinne der Nachhaltigkeit noch zu verbessern“. Ein Ziel war auch, Spenden für die Interessengemeinschaft „Kein Öl in Otterstadt“ (IG) zu sammeln. Mit diesem Geld sollte die IG bei einer Klage gegen das geplante Erdöl-Projekt unterstützt werden. Dies sei dem Verein jedoch vom Finanzamt untersagt worden. Ein eingetragener Verein dürfe Spenden nur an einen anderen eingetragenen Verein weiterleiten, nannte Kluger die Begründung des Finanzamts. Die IG ist kein eingetragener Verein. Kluger will sich in Zukunft aber weiter für den Umwelt- und Naturschutz in den beiden Gemeinden einsetzen. „Wenn etwas anstehe, wie zum Beispiel der Dreck-weg-Tag, dann mobilisiere ich die Mitglieder“, sagte er.

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