Speyer Zur Sache: Stadt trifft letzte Vorbereitungen

Geheim: frühere Wahl im Siedlergemeinschaftshaus.
Geheim: frühere Wahl im Siedlergemeinschaftshaus.

„Die Rekrutierung der Wahlhelfer hat geklappt.“ 320 Stellen gab es zu besetzen in den 44 Urnen- und acht Briefwahllokalen der Stadt, die am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind, bevor ausgezählt wird. Verwaltungssprecherin Barbara Fresenius zufolge kommen für die Wahlvorstands- sowie Schriftführerposten in den Lokalen überwiegend Mitarbeiter der Stadt zum Einsatz; als Beisitzer seien auch Freiwillige und Neulinge möglich. Thomas Berger, Leiter des Wahlamts, hatte gestern mit krankheitsbedingten Absagen zu kämpfen und war froh, noch Ersatz auf der Liste zu haben. Das städtische Briefwahlbüro hat seit Wochen viel zu tun und war gestern Vormittag bei 9396 Speyerern angekommen, an die es Briefwahlunterlagen ausgegeben hatte – bereits mehr als ein Viertel der Wahlberechtigten. Die Anzahl der Briefwähler liegt damit klar über der von der Bundestagswahl 2013 mit gut 8000 und der Landtagswahl 2016 mit knapp 7000 Briefwählern, sagt Berger. Um die Helfer nicht zu überfordern, gibt es erstmals acht statt sieben Briefwahlbezirke. Rund 1100 Stimmzettel fielen dort jeweils an. In neun der 44 Speyerer Wahllokale herrscht keine Barrierefreiheit (Gymnasium am Kaiserdom, Woogbachschule, Zeppelinschule, St. Otto und Siedlergemeinschaftshaus teilweise mit mehreren Räumen). Diesen zugeteilte Behinderte könnten vorab einen Wahlschein für ein barrierefreies Lokal beantragen (Telefon 06232 142762). Übrigens: Im Gymnasium am Kaiserdom kann am Sonntag auch gespeist werden: Der Abijahrgang verkauft bei der Wahl Selbstgebackenes (8 bis 18 Uhr), um seinem Abiball 2018 zu finanzieren. In der Kita Wola ist das Motto ganz ähnlich: „Sie wählen unseren Bundestag! Wir backen Ihren Sonntagskuchen!“. Von 10 bis 16 Uhr wird Süßes für 1 Euro pro Stück verkauft, um Kita-Projekte zu finanzieren. Im Historischen Ratssaal im Rathaus werden am Sonntag ab 18 Uhr die Ergebnisse öffentlich präsentiert. Laut Stadt werden dafür Daten des Landeswahlleiters genutzt. Bei der Wahlkreisleitung wechselt sich die Stadt Speyer mit Neustadt ab und ist diesmal nicht an der Reihe. Umfrageinstitute, die vor Wahlbüros Daten zur Erstellung von 18-Uhr-Prognosen erheben, haben sich diesmal für die Stadt nicht angemeldet. „Das ist ganz gut, da fühlt sich keiner verunsichert“, so Berger. Im Siedlergemeinschaftshaus sowie in der Jugendförderung gebe es Wahlbezirke, in denen Daten für die amtliche Statistik erhoben würden.

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