Speyer Zur Sache: Der Wettbewerb

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Der Saumagen ist die fleischgewordene Pfalz. Es gibt zig Rezepte für den gefüllten Schweinebauch. In der Kinck’schen Mühle in Landau-Godramstein sind gestern die besten Kreationen prämiert worden. Schon auf der Treppe der Kinck’schen Mühle weht dem Besucher ein Duft entgegen, im ersten Stockwerk angekommen wird klar: Es gibt Saumagen. Viel Saumagen. Auf zwölf Tischen sind die 197 Wettbewerbsbeiträge ausgebreitet. Der Saal ist festlich dekoriert – ein Paradies für Freunde des Pfälzer Nationalgerichts. Nur die Juroren in den weißen Kitteln, die herumschwirren, stören die Atmosphäre ein wenig. Um zwölf Tische, an denen bis zu 17 Saumägen drapiert sind, säumen sich die Preisrichter. Beschaffenheit, Konsistenz, Zusammenstellung, Geruch und Geschmack – diese Kriterien fließen in die Bewertung ein. Beim Gang durch die Reihen erregen vor allem die Exoten Aufmerksamkeit: Es gibt vergoldete Saumägen, einer ist sogar einem Fußball nachempfunden. Es sind aber auch Saumagenpasteten im Angebot. Doch nicht alle Kreationen kommen bei den Testern gut an. „Ist mir definitiv zu fein“, sagt einer, „hat bestimmt ein Jäger gemacht“, meint ein anderer. Und trotzdem: Es gibt viel Lob für die Saumagenvariationen. An den Tischen vergeben die Preisrichter Punkte, die zu Urkunden von Bronze bis Gold umgerechnet werden. Nur die Saumägen, die die volle Punktzahl erreichen, kommen zu einer weiteren Jury, die die Wettbewerbssieger kürt und Pokale vergibt. Saumagen-Sieger —Der beste „Original Pfälzer Saumagen“ wurde von der Metzgerei Ballreich aus Dudenhofen hergestellt, den Silber- und Bronzepokal konnten König (Donsieders) und Haas (Mainz-Bretzenheim) erringen. —Gold bei den „Saumagen mit Zusatzvariationen“ gewann die Metzgerei Schreiner aus Harthausen, vor Vogt (Haßloch) und Gehrlein (Rülzheim). —Die führende „Saumagenfüllung mit Zusatzvariation“ stammt von der Metzgerei Scherer aus Hatzenbühl, darauf folgen Schreiner (Harthausen) und Joachim (Landau-Wollmesheim). |fare

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