Speyer Zur Sache: Deponie Flotzgrün

Die Sondermülldeponie der BASF auf Flotzgrün ist rund 80 Hektar groß und umfasst maximal zehn Abschnitte. Die Abschnitte 1 bis 5 sind nach unten nicht ausreichend abgedichtet. Es treten Schadstoffe aus. Was dort zwischen 1966 und 1987 auf rund 31 Hektar deponiert wurde, weiß die BASF selbst nicht genau, weil die Dokumentation Lücken aufweise. Sieben Abschirmbrunnen sollen verhindern, dass die versickernde Giftbrühe Richtung Speyerer Trinkwasserbrunnen gelangt. Das abgepumpte Wasser wird auf Schiffe verladen und in der BASF-Kläranlage behandelt: Pro Jahr sind es rund 130.000 Kubikmeter, belastet ist die Fracht tonnenweise mit Nitrat und Ammonium sowie kiloweise mit Überresten der Pflanzenschutzmittel Mecoprop und Bentazon. Das Wasserwerk Süd in Speyer liegt nur 1,5 Kilometer von der Deponie Flotzgrün entfernt. 34 Messstellen überwachen derzeit, ob die aussickernden Giftstoffe nicht nur das Grundwasser gefährden, sondern konkret auch die Speyerer Trinkwassergewinnung bedrohen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion hat inzwischen selbst zwei Gutachter beauftragt, das Ausmaß der Grundwasserbelastung durch den Altbestand der Deponie sowie die Möglichkeit einer Gefährdung der Trinkwassergewinnung in Speyer zu prüfen. Untersucht werden sollen auch „die Möglichkeiten zur Sicherung“ der Trinkwasserbrunnen. (ros)