Nils erklärt Zum richtigen Düngen sind Fachkenntnisse erforderlich

Vor der Arbeit genau prüfen: Welcher Boden braucht welchen Dünger?
Vor der Arbeit genau prüfen: Welcher Boden braucht welchen Dünger?

Manchen Pflanzen hilft es beim Wachsen, wenn sie gedüngt werden. Die dafür verwendeten Stoffe, Dünger, können aber auch Gefahren mit sich bringen. Das zeigt ein aktuelles Beispiel aus Speyer.

Die Stadtgärtnerei hat nach Mitteilung der Stadt von einem Fall aus der Allerheiligenstraße erfahren. Dort sei es beim Düngen der Straßenbäume, die von Anwohnern gepflegt werden, zu einem Problem gekommen. Zum Düngen sei nämlich Blaukorn verwendet worden. „Auch wenn es sicherlich nur gut gemeint war: Blaukorn ist nicht ungefährlich, da es je nach Menge giftig ist. Es sollte daher nicht im Bereich öffentlichen Grüns angewendet werden, wo Kinder oder Tiere es aufnehmen könnten“, ordnen die Experten der Stadtgärtnerei ein.

Ein Gärtner hat laut Stadt den zwischenzeitlich von Regen aufgeweichten Stoff, der nicht mehr zu entfernen war, in den Boden eingearbeitet, sodass nun keine Gefahr mehr davon ausgeht. Die Stadt nimmt diesen Vorfall zum Anlass, weitere Tipps zu geben; wer Pflanzen düngen will, sollte sich diese durchlesen. Und: Kinder sollten das Düngen lieber ihren Eltern oder Großeltern überlassen.

Tipps von den Stadtgärtnern

- Dünger sollte nur nach einer vorherigen Bodenprobe gegeben werden. Mit dieser kann laut Stadt erkannt werden, welche Nährstoffe im Gemüse- oder Pflanzenbeet fehlen.

- Die richtige Düngezeit ist von März bis Oktober, da die Pflanzen dann Nährstoffe aufnehmen. So gelangen die Stoffe in die Pflanzen und möglichst wenig ins Grundwasser.

- Um Hautreizungen zu vermeiden, sollten schon beim Ausbringen Handschuhe getragen werden.

- Am besten nutzt man für diese Art der Gartenpflege bedecktes Wetter, bevor Regen angesagt ist. Das verhindert laut Stadt Verbrennungen auf den Pflanzen durch liegengebliebenes Düngerkorn. Die Nährstoffe können nur mit Hilfe von Wasser in die Pflanzen gelangen.

- Der Dünger sollte nicht auf der Oberfläche liegen bleiben, sondern zum Beispiel per Spaten in den Boden eingearbeitet werden, damit er besser an die Wurzeln gelangt.

- Mineralische Volldünger wie Blaukorn sollten sparsam eingesetzt werden. Langsamer wirkend, aber insgesamt besser ist laut Stadt organischer Dünger aus pflanzlichen und tierischen Stoffen.

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