Speyer
Zukunftsdialog wird in Vereinsform geführt
Der Corona-bedingt in einer Videokonferenz aus der Taufe gehobene Verein heißt wie der bisherige Arbeitskreis. Auch die gesellschaftspolitischen Ziele bleiben unverändert, informiert Sprecher Kurt Waas: Es gehe um den Aufbau einer Plattform in Speyer und Umland, auf der der soziale und technische Wandel diskutiert werden könne. Sie solle Verbindungen zu Firmen, Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen aufbauen, Weiterbildungsveranstaltungen organisieren sowie Stellungnahmen zu politischen Entwicklungen abgeben, so Waas. Ein Beispiel dafür aus der Vergangenheit war das Thema bedingungsloses Grundeinkommen. „Das Spektrum ist aber breiter und umfasst zum Beispiel auch den Klimawandel“, so Waas. Er ist als früherer Betriebsratschef der Pfalz-Flugzeugwerke wie auch andere führende Kräfte im Verein nicht mehr im Berufsleben und betont auch deshalb die Einbeziehung von Jugendlichen als wichtiges Ziel der Klubarbeit: „Um ihre Zukunft geht es besonders.“
Gut 30 Mitglieder
Dem Verein gehören laut Pressemitteilung gut 30 Mitglieder aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Arbeitswelt und Gewerkschaften an. Zum Gründungsvorsitzenden wurde Günter Hoetzl gewählt, kürzlich in den Ruhestand gegangener Erster Bevollmächtigter der IG Metall in der Vorderpfalz. Die Versammlung hatte Hanspeter Brohm, früherer Bürgermeister und Sozialdezernent der Stadt Speyer, eröffnet.
Der Verein sei die geeignete Organisationsform, um „das Rüstzeug zum Dialog in Speyer und dem Umland nach Corona zu schaffen“, hieß es. Die Aktiven erwarten als Folge der Pandemie eine Beschleunigung des Wandels, zu dem sie sich einbringen wollen. Es bestehe Handlungsbedarf, so Hoetzl. Für die Phase, in der Veranstaltungen schwierig sind, stehen nun Organisationsfragen auf der Agenda. Die Gemeinnützigkeit sei angestrebt, die Mitgliederinformation und Öffentlichkeitsarbeit ein Anliegen, teilt Waas mit. Geplant werden soll auch, wie mit dem Jugendstadtrat zusammengearbeitet werden kann.