Speyer Zaun sucht Standort

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Dudenhofen. Bereits seit Juli vorigen Jahres steht nur ein Bauzaun vor der noch recht neuen Wohnanlage an der Ecke Ketteler-/Speyerer Straße in Dudenhofen. Die Bewohner würden dort gerne einen Gabionenzaun – einen mit Steinen gefüllten Drahtzaun – errichten. Das Problem: Der neue Zaun soll teilweise dorthin, wo sich ein Gehweg und Leitungen im Erdreich befinden. Weshalb seitens der Ortsgemeinde bislang kein grünes Licht für den Zaun gegeben wurde.

René Radler, einer der elf Wohneigentümer der Anlage, ist empört über den Umgang der Ortsgemeinde mit ihrem Anliegen. Schließlich befinde sich der Gehweg auf dem Grundstück, das die Wohneigentümer zusammen gekauft haben. Und natürlich wolle man das Grundstück in seiner gesamten Größe nutzen können. Beim Spatenstich für die Wohnanlage vor eineinhalb Jahren habe Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) noch betont, wie behilflich die Ortsgemeinde den Neubürgern sein wolle, und jetzt gehe es in der Sache mit dem Sicht- und Lärmschutz seit Monaten kein Stück voran, beklagt Radler. Eberhard erklärt auf Nachfrage der RHEINPFALZ, was aus Sicht der Gemeinde das Problem ist. Diese gehe nämlich bislang davon aus, dass der Gehweg, der über das Grundstück führt, gewidmet sei, also quasi ein Fußweg der Ortsgemeinde sei. Sicher scheint das aber nicht zu sein, denn Eberhard sagt auch, dass die Gemeinde dies gerade prüfen lassen. Bereits geklärt sei dagegen, dass unter dem Fußweg vier Leitungen beziehungsweise Rohre liegen. „Strom, Telefon, Kabel Deutschland und ein Leerohr“, wie Eberhard aufzählt. „Und da kann man obendrauf nicht einfach eine Mauer bauen.“ Andererseits verstehe er natürlich das Ansinnen der Wohneigentümer, die Fläche, für die sie bezahlt haben, auch nutzen zu wollen. Und der Gemeinde sei es auch sehr daran gelegen, „das Thema abzuschließen“. Man berate deshalb derzeit intensiv, wie in der Sache verfahren werden solle. Zugleich merkt der Ortsbürgermeister aber auch an, dass es eigentlich Sache des Verkäufers der Wohnanlage gewesen wäre, die Situation rechtzeitig zu klären und die Käufer über die Gegebenheiten richtig aufzuklären. Zudem fürchtet der Ortsbürgermeister, dass, sollte die Ortsgemeinde in dem Streitfall klein beigeben, andere im Dorf auch auf die Idee kommen könnten, Gehweg-Flächen, die über ihr Privatgrundstück führen, anders nutzen zu wollen. „Denn davon gibt es in Dudenhofen, wie in anderen Gemeinden auch, einige“, sagt Eberhard. In dem konkreten Fall sei nun ein Gutachter beauftragt worden, das Ergebnis noch offen. Gegen den Bau eines Gabionenzauns prinzipiell habe die Ortsgemeinde überhaupt nichts. Die Frage, die es zu beantworten gelte, sei, wo genau dieser errichtet werden könne und wo eben nicht. |mko

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