Speyer „Wir möchten als Zweiter aufsteigen“

Mag’s offen und ehrlich: Katrin Kronemayer von Pfalzligist TSV Haßloch/TC Dudenhofen.
Mag’s offen und ehrlich: Katrin Kronemayer von Pfalzligist TSV Haßloch/TC Dudenhofen.

Die für den Tennisclub Dudenhofen aufschlagende Katrin Kronemayer hat bei den 88. Pfalzmeisterschaften in Kaiserslautern die Vizemeisterschaft errungen. Bei den Rheinland-Pfalz-Titelkämpfen überstand sie für den TC Römerberg, für den sie abwechselnd spielt, die Qualifikation nicht. Manfred Scherer hat mir ihr gesprochen.

Kam die Finalteilnahme für Sie sehr überraschend?

Das Finale kam für mich schon überraschend, zumal ich wegen des Studiums verhältnismäßig wenig trainiere, auch, weil meine Gegnerin bereits im letzten Jahr bei den Pfalzmeisterschaft souverän aufgespielt hatte. Hinzu kam, dass ich in den weiteren Runden namhafte Spielerinnen bezwingen konnte. Deshalb hab’ ich mich riesig gefreut, im Finale zu stehen. Hatten sie sich gegen die aufstrebende Selina Dal Siegchancen ausgerechnet? Natürlich war dies in Anbetracht unserer unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten eine sehr schwierige Aufgabe. Selina ist eine sehr gute Spielerin, war die Favoritin, wird in der deutschen Rangliste aktuell auf Position 94 geführt und ist in Leistungsklasse 1 eingestuft. Im Tennis ist aber alles möglich, und wenn man sich keine Siegeschancen ausrechnen würde, bräuchte man ja nicht antreten. Ich habe mich auf ein tolles Match gefreut, und letztlich hat es auch eine Menge Spaß gemacht. Woran lag es, dass es zum Titel nicht ganz gereicht hat? Wenn man gegen eine solch starke Gegnerin wie Selina gewinnen will, muss einfach alles passen. Was mir derzeit etwas fehlt, ist die Matchpraxis, da ich in den letzten drei Jahren verhältnismäßig wenige Turniere gespielt habe. Deshalb vermisste ich zwischendurch die Sicherheit und Konstanz in meinen Schlägen, was unbedingt notwendig gewesen wäre, um die sehr sicher spielende Pfalzmeisterin, seit vergangenem Sonntag auch Rheinland-Pfalz-Meisterin, zu schlagen. Sind weitere Turnierteilnahmen geplant? Ich schaue spontan immer mal wieder in den Turnier-Kalender und je nachdem, wie es mit dem Studium passt, werde ich in nächster Zeit sicher an weiteren Turnieren teilnehmen. Es macht Spaß und ist ein schöner Ausgleich zum Studium. Was hat sie zum TC Dudenhofen geführt und was gefällt ihnen an diesem Club? Mein Lebensgefährte Andre Straka war zu diesem Zeitpunkt bereits Trainer der Damenmannschaft des TCD. Die Gruppe hat mich sehr herzlich aufgenommen. Was mir hier besonders gut gefällt, ist die immer belebte, schöne Anlage und die sehr freundlichen Mitglieder. Sind Sie zufrieden mit der Saison des TC Dudenhofen in der Pfalzliga? Wir spielen bisher eine tolle Saison. Mit Ausnahme der Partie gegen die stark aufgestellte Mannschaft des TC Oppau haben wir alle Begegnungen für uns entschieden. Derzeit sieht es danach aus, als könnten wir die Saison mit dem zweiten Tabellenplatz abschließen, wozu wir allerdings noch Siege gegen Siegelbach und Frankenthal benötigen. Ein Aufstieg in die Verbandsliga als Zweiter wäre klasse. Gibt es kurz- und mittelfristig sportliche Ziele? Derzeit bin ich in Leistungsklasse 4 eingestuft, die ich in dieser Saison gerne verbessern möchte. Mein Saisonziel mit der Spielgemeinschaft ist der zweite Platz und der Aufstieg. Und nach einer langwierigen Verletzung wünsch’ ich mir einfach nur, dass ich künftig verletzungsfrei und gesund bleibe. Geben sie auch selbst Tennis-Trainerstunden? Neben dem Studium bin ich als Co-Trainerin in das Programm der Tennisschule Straka eingebunden. Wir trainieren in den Vereinen TC Dudenhofen, TuS Heiligenstein, TC Römerberg. Aktuell trainiere und betreue ich Kinder der Mainzelmännchen-Mannschaft, Gruppen sowie Teams von Jugendlichen und Erwachsenen. Wie sehen ihre beruflichen Ziele aus? Zunächst möchte ich mein Master-Studium in der Sportwissenschaft abschließen. Dann wird man weitersehen. Konkretes habe ich noch nicht im Auge.

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