Speyer Werkstatt: Ideen da, aber noch keine Lösung

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Der Pfälzische Verein für soziale Rechtspflege Vorderpfalz in Ludwigshafen, Träger der „Werkstatt“ Speyer, habe sich zwar auf unfeine Art verabschiedet. Aber die Einrichtung solle in Speyer erhalten bleiben. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins gestern in den Räumen der Einrichtung in der Hirschstraße, wie Pfarrer Bernhard Linvers auf Anfrage informierte.

Als nächsten Schritt nannte Linvers, dass Vorstand und Geschäftsführung des Vereins zu einem Gespräch über die Modalitäten einer Übergabe der Räume eingeladen werden sollen. Er ist Sprecher eines Kreises von sozialen Trägern, Organisationen wie Gabis, VFBB, Diakonisches Werk, Caritas, Agentur für Arbeit, Gewerkschaften und Parteien, die sich für die „Werkstatt“ einsetzen. „Alle Beteiligten sind sich einig, dass so etwas in der Stadt gebraucht wird für Menschen, die Förderung benötigen“, sagte Linvers. Für gestern eingeladen hatte Sozialbürgermeisterin Monika Kabs (CDU). Die Stadt bezuschusst die „Werkstatt“ bisher. Die Schreinerei war 1963 für Personen gegründet worden, die zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden sind. Das Treffen gestern war laut Linvers ein „Brainstorming“, eine Ideensammlung, wie es weitergehen könne. Ideen seien da, die Lösung gebe es noch nicht. Die Vorschläge reichten von Qualifizierung Jugendlicher für eine Ausbildung, Beschäftigungsangebot für Flüchtlinge bis hin zum Standort für Werkkurse der Volkshochschule. Offen sei der Investitionsbedarf für eine Übernahme der Maschinen. Nach Angaben von Schreinermeister Thomas Strickling, Leiter der „Werkstatt“, seien sie gut in Schuss, so Kabs auf Anfrage. Zu klären seien mit dem Verein noch Fragen von Finanzen, Bilanzen und Mietvertrag, betonte Linvers. Er hoffe sehr auf das Gespräch mit dem Verein. Wie berichtet, hat der Träger den drei festen Mitarbeitern in Speyer ohne vorherige Information zu Ende März dieses Jahres gekündigt. (ell)

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