Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Wer der Mann mit dem Riecher beim FV Dudenhofen ist

Im Mittelpunkt des Geschehens: Philipp Schilling (rot) im Pokal gegen Schott Mainz.
Im Mittelpunkt des Geschehens: Philipp Schilling (rot) im Pokal gegen Schott Mainz.

Oberligist FV Dudenhofen hat sein eigentliches Saisonziel verpasst. Deshalb konzentriert sich die Mannschaft von Trainer Steffen Litzel nun auf die Aufstiegsrunde. Dort aber ist der große Druck raus. Philipp Schilling macht sich Druck und erzählt von einer Erfahrung, die er noch nie gemacht hat.

Ausgerechnet in diesem Spiel. Philipp Schilling, Torwart des FV Dudenhofen, spricht immer noch etwas wehmütig über das Aus im Fußball-Verbandspokal. Vorletzten Mittwoch schied Dudenhofen im Halbfinale gegen den Regionalligisten TSV Schott Mainz unglücklich aus. Im Elfmeterschießen hatten die Rheinhessen das Quäntchen Glück mehr. „Wir hätten in Überzahl mehr tun müssen, das sollten wir anerkennen. Das Spiel wurde nicht im Elfmeterschießen verloren“, sagt Schilling.

Noch nie Elfmeterschießen verloren

Der 28 Jahre alte Torwart erlebte an diesem Mittwoch außerdem eine schmerzvolle Erfahrung. „Ich habe im Vereinsfußball noch nie ein Elfmeterschießen verloren“, sagt er. In Mainz war er nah dran, diese Serie fortzuführen. „Sechsmal war ich in der richtigen Ecke. Da muss ich anerkennen, dass sie eben auch richtig gut geschossen waren“, erklärt er. Enttäuscht war Schilling vor allem über sich selbst, hätte von neun Elfmetern gerne mehr als zwei entschärft, auch wenn das für einen Keeper wahrlich keine schlechte Quote ist. Denn ein paar Minuten zuvor war Schilling der Elfmeterkiller gewesen. In der Nachspielzeit der Verlängerung hielt er noch einen Elfmeter. „Ich habe alles wie immer gemacht. Schütze und Anlauf angeguckt. Was für ein Spielertyp ist es? Anschließend eine hoffentlich fundierte Meinung darüber bilden, wo er hinschießen wird.“ Der 28-Jährige entschied sich für die richtige Ecke und Dudenhofen war weiterhin im Spiel. „Er hat ihn nicht ganz so getroffen, wie er es wollte, seine Idee war es, den Ball hoch zu schießen“, sagt Schilling. Seine glanzvolle Tat half am Ende wenig.

Das Finale hat Dudenhofen also nicht erreicht. „Wir haben aber eine sehr gute Pokalsaison gespielt und hätten es nicht weniger verdient gehabt, ins Endspiel einzuziehen. Wir werden nächste Saison einen neuen Versuch starten“, betont der Torwart. Ob mit oder ohne ihn? Das ist offen. „Mein Anspruch verändert sich natürlich nicht. Ich will in der regulären Saison spielen“, sagt er.

Neues Ziel in Aufstiegsrunde

Diesen Platz hatte in der bisherigen Runde aber Konkurrent Malcolm Little inne. „Er hat eine sehr gute Hinrunde gespielt“, bescheinigt Schilling anerkennend. Schilling selbst sehe sich mittlerweile aber wieder auf dem Niveau, auf dem er sich selbst kenne. „Ich will der Mannschaft helfen, am liebsten auf dem Platz. Falls nicht, dann in welcher Rolle auch immer, bestmöglich neben dem Platz“, teilt er mit. Eine Spielerpersönlichkeit, wie sie sich der FVD also eigentlich nur wünschen kann.

Beim ersten Oberliga-Aufstiegsrunden Spiel gegen Eintracht Trier in der vergangenen Woche stand wieder Little im Tor. Das wird womöglich auch so am Samstag, 16.30 Uhr, zu Hause gegen BW Karbach so sein. In der Aufstiegsrunde geht es für Dudenhofen nur noch ums Prestige. „Wir wollen versuchen, einen Platz unter den ersten fünf Teams einzunehmen“, sagt er. Aktuell ist Dudenhofen Zehnter. Der Abstand auf den FV Engers, Fünfter im Klassement, beträgt nur fünf Punkte. Daher ist die Marschroute gegen Karbach klar. „Wir wollen mit einem Sieg Karbach hinter uns lassen“, erklärt Schilling. Am liebsten mit Schilling im Tor.

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