Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Welche Ideen Kinder für ein gesundheitsfördernderes Speyer haben

Radfahren: in Speyer immer ein guter Weg, etwas für die Gesundheit zu tun.
Radfahren: in Speyer immer ein guter Weg, etwas für die Gesundheit zu tun.

Speyer gehört seit Monatsbeginn dem „Gesunde-Städte“-Netzwerk an. Auch Kinder und Jugendliche sollen dazu beitragen, den Titel mit Leben zu füllen. Erste Ideen gibt es.

Mit ihrer Netzwerk-Teilnahme verpflichtet sich die Stadt Speyer zur Verbesserung der Lebensverhältnisse und zu gesundheitsfördernder Politik. Daniel Fleischmann, städtischer Gesundheitsmanager, hat deshalb einen Workshop angeboten, der das Thema ins Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen rücken soll.

Ein Teilnehmer ist der achtjährige Bo. Konzentriert hört er im Alten Stadtsaal den Einführungen zu. Bei der Frage, was die Stadt für die Gesundheit ihrer Einwohner tun könne, hält es den Schüler nicht länger auf seinem Sitz. „Vielleicht nicht so viele Autos“, meint er und liegt damit nach Ansicht der Beteiligten richtig.

Schüler der IGS haben Vorarbeit geleistet

Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) stellt das Projekt der Landeszentrale für Gesundheitsförderung mit der Bezeichnung „Bedarfsworkshop in kleinen Kommunen“ vor. Unter dem Speyerer Titel „Gesundheit spielt mit“ soll Fleischmann die Veranstaltung mit dem Kinder- und Jugendtheater abhalten.

67 Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) haben schon Vorarbeit geleistet. Die Ergebnisse der Umfrage trägt Fleischmann vor. Es geht um Entspannung, um Handy-Pausen, den Verzicht auf Alkohol und Nikotin, um sportliche Betätigungen wie Radfahren, Musik, Theater und Gemeinschaft – so geht Gesundheitsförderung nach Meinung der Schüler.

Kinder wünschen sich Food-Festival

Vier Workshops stehen auf dem Programm im Alten Stadtsaal, das nach drei Stunden beendet sein soll: Ernährung inklusive gesundem Essensangebot, Poetry-Slam, Impro und Aufenthaltsorte in der Innenstadt. Die meisten entscheiden sich für den Poetry-Slam, auch Bo. Im Workshop können die Teilnehmer eigene lyrische Texte und Prosa-Texte zum Thema Gesundheit verfassen und vortragen.

Motiviert arbeiten die Kinder und Jugendlichen an ihren Konzepten. Sie wünschen sich überdachte Parkbänke, mehr Wasserspender in der Stadt, ein Food-Festival in der Innenstadt, das auf gesunde Ernährung hinweist. Bo stellt eine Stadt vor, über der keine Flugzeuge fliegen, die grün ist und ohne Autos auskommt, in der er überall mit dem Fahrrad fahren kann.

Konrektorin will Fortsetzung in der Schule

Fleischmann bewertet den Workshop als „Volltreffer“, auch wenn die Resonanz überschaubar gewesen sei. „Unfassbar viel Potenzial“ stecke in denen, die teilgenommen hätten, sagt er und will die Ideen der Kinder und Jugendlichen in sein Konzept für eine lebendige gesunde Stadt aufnehmen.

IGS-Konrektorin Petra Fischer-Wolfert kündigt eine Workshop-Fortsetzung an ihrer Schule an. Bo würde das Programm am liebsten gleich nächste Woche im Alten Stadtsaal wiederholen. „Wir sehen uns hier schon bald wieder“, sagt Fleischmann.

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