Speyer Weihnachtsbaum vor dem Dom leuchtet besonders früh

Erster Tag mit beleuchtetem Weihnachtsbaum: Stadt- und Bistumsvertreter mit Sponsoren.
Erster Tag mit beleuchtetem Weihnachtsbaum: Stadt- und Bistumsvertreter mit Sponsoren.

Länger als in den Vorjahren wird der neue Weihnachtsbaum vor dem Dom beleuchtet sein: Schon am Dienstag, 2. Dezember, waren die Lämpchen erstmals eingeschaltet.

In früheren Jahren stand der Baum zwar schon am Anfang des Advents vor der Kathedrale und war mit Kugeln geschmückt, die „Erleuchtung“ kam jedoch erst an Weihnachten oder kurz davor. Laut Domdekan Christoph Kohl hatte das damit zu tun, dass die Weihnachtszeit aus liturgischer Sicht erst am 24. Dezember beginne. Jetzt sei das Domkapitel „nicht mehr so streng“ und „dem Empfinden der Leute entgegengekommen“, erklärte Kohl. „Der Baum steht ja nicht für uns, sondern für die Leute.“

Vertreter von Stadt, Domkapitel und Sponsoren betonten ihre gute Zusammenarbeit für den Baum. Die 18 Meter hohe Nordmanntanne wurde von einer Essener Firma geliefert. Sie sei „so groß und dicht“, wie es schon lange kein Speyerer Weihnachtsbaum mehr gewesen sei, so Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD). Das Gesamtprojekt sei aber auch so teuer wie noch nie: Die rund 20.000 Euro für Transport, Aufbau und Beleuchtung könnten nur mit Hilfe von Sponsoren gestemmt werden. Deren Vertreter waren auch zur Premiere gekommen. Neben den Ölförderern von Palatina GeoCon und Neptune Energy, die schon in den vergangenen Jahren dabei waren, unterstützt erstmals die Thor GmbH.

Im Einsatz seien auch die Firmen Elektro Rillig und Merckel Stahlbau sowie die Stadtgärtnerei gewesen, berichtete Seiler. Den Baum vor dem Dom aufzustellen und passend auszurichten, habe sich dabei als „Kraftakt“ erwiesen. Dass sie aus manchen Perspektiven im oberen Bereich etwas schief wirke, habe damit zu tun, dass sie drei Spitzen habe. Seiler empfahl den Blickwinkel von der Stuhlbrudergasse aus. Die Lichterketten werden jeweils ab Einbruch der Dunkelheit eingeschaltet – täglich bis zum Feiertag Mariä Lichtmess am 2. Februar 2026.

Domdekan Kohl ordnete das Weihnachtssymbol auch theologisch ein. Der Baum stehe für die menschliche Sehnsucht nach Licht – nicht nur wegen der dunklen Jahreszeit, sondern auch angesichts all dessen, was derzeit die Welt „verdunkelt“. Er sei in dieser Hinsicht ein Zufluchtspunkt und stehe wie der 1000 Jahre alte Dom für Verlässlichkeit. Auch der christliche Glaube könne „Halt und Orientierung gerade in herausfordernden Zeiten geben“.

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