Speyer Wasser sprudelt aus der Straße

Die Hauptwasserleitungen in Dudenhofen sind wieder repariert. Am Mittwochabend hatte es in der Ortsgemeinde zwei Rohrbrüche gegeben, woraufhin der Druck im gesamten Wassernetz abfiel und sich das Wasser bräunlich verfärbte (wir berichteten auf unserer Internetseite und in der RHEINPFALZ-App).
Der erste Wasserrohrbruch ereignete sich laut Peter Wüst von den Gemeindewerken gegen 19 Uhr in der Hermann-Löns-Straße an der Ecke zur Eichendorffstraße. Er sei vom diensthabenden Wassermeister informiert worden, sagte Wüst. „Der Wassermeister hat ein Alarmzeichen auf sein Handy bekommen, weil die geförderte Wassermenge enorm überschritten wurde“, erklärt er. Normalerweise fördert das Wasserwerk 100 bis 150 Kubikmeter, am Mittwochabend, als die erste Leitung brach, seien es 300 Kubikmeter gewesen, sagte Wüst. Grund war, dass das Wasser in der Hermann-Löns-Straße aus der Leitung über die Straße sprudelte. Anwohner hätten die Feuerwehr informiert, die dann Kontakt mit ihm aufgenommen habe, erklärte der Mitarbeiter der Werke. Nachdem das Wasser in der Hermann-Löns-Straße abgestellt worden war, brach aufgrund des erhöhten Drucks die Leitung in der Johann-Walter-Straße an der Kreuzung zur Speyerer Straße. Die Feuerwehr war laut Wehrleiter Stefan Zöller mit 20 Personen und vier Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern des Bauhofs und der Polizei. Die Einsatzkräfte sperrten die Straßen in den betroffenen Bereichen ab, weil sich die Fahrbahn abgesenkt hatte und die Fahrbahndecke eingebrochen war. Anwohner wurden aufgefordert, ihre parkenden Fahrzeuge wegzufahren. Das austretende Wasser sei in den Kanal abgelaufen, sagte Zöller. Noch am Mittwochabend trafen die Stadtwerke Speyer, die das Wassernetz betreiben, und eine Baufirma ein, um die Rohre freizulegen und die Schäden zu beheben. Der Wasserdruck im Netz konnte noch am Abend wiederhergestellt werden, sodass bei den Dudenhofenern, die nicht an den betroffenen Bereichen wohnen, wieder ausreichend Wasser aus den Hähnen lief. Dass das Wasser bräunlich verfärbt gewesen sei, habe am Sand gelegen, der durch die Rohrbrüche umhergeschwemmt worden war, so Wüst. Für die Anwohner in den betroffenen Bereichen wurden Standrohre installiert, an denen sie sich Wasser holen konnten. Die Mitarbeiter der Firma arbeiteten die ganze Nacht durch. Dabei entdeckten sie in beiden Straßen weitere Schäden an den Leitungen, sodass die Rohre jeweils auf etwa 15 bis 20 Meter ausgetauscht werden mussten. Nachdem die Bauarbeiten abgeschlossen waren, wurden die Leitungen gründlich gespült, um Verschmutzungen auszuschwemmen und die Luft wieder herauszubekommen. Die Anwohner der Hermann-Löns-Straße hatten laut Wüst gestern um 15.30 Uhr wieder Wasser. Bei den Anwohnern in der Johann-Walter-Straße sei es gestern gegen 21 Uhr soweit gewesen. Weil die Straßen laut Wüst massiv beschädigt wurden, bleiben sie für die Reparatur in den betroffenen Bereichen etwa drei Wochen gesperrt. Ob die Rohrbrüche mit dem am Mittwochabend zur gleichen Zeit in der Nähe eingeschlagenen Blitz in Zusammenhang standen, könne nicht ausgeschlossen werden. Die Ursache kann laut Wüst allerdings abschließend nicht benannt werden.