Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Vereine verärgert über Spielansetzungen sind

Heiko Magin vom TuS Mechtersheim trifft heute auf seine – kurze – Vergangenheit
Heiko Magin vom TuS Mechtersheim trifft heute auf seine – kurze – Vergangenheit

Das Auswärtsspiel ist für Ralf Gimmy fast ein Heimspiel. Der Trainer des TuS Mechtersheim trifft heute in der Fußball-Oberliga auf seinen Ex-Klub FC Arminia Ludwigshafen (19 Uhr, Südwest-Stadion Ludwigshafen). Ebenfalls auswärts spielen der FV Dudenhofen und der FC Speyer 09. Unterdessen stößt die Terminkollision bei den Heimspielen auf Unmut.

Natürlich möchten alle drei Vereine mit einem Sieg die Heimreise antreten. Heiko Magin (TuS Mechtersheim) will nach dem wertvollen Remis gegen Titelfavorit Wormatia Worms auch beim FC ArminiaLudwigshafen punkten: „Dazu müssen wir aber wieder alles abrufen, um die Rückkehr unseres Trainers Ralf Gimmy und auch von mir selbst an alte Wirkungsstätte erfolgreich zu gestalten.“ Magin trainierte einst den FCA. Ralf Gimmy war noch vorige Saison der Coach der Ludwigshafener. Florian Kober, der den in Urlaub befindlichen Sportdirektor Christian Schultz vertritt, spricht von einem „sehr schweren Auswärtsspiel“ des FV Dudenhofen. „Die Gastgeber stehen nicht umsonst auf Platz drei der Tabelle. Wir werden wohl auf einige wichtige Spieler verzichten müssen. hoffen aber trotzdem, etwas Zählbares mitzunehmen“, sagt Kober.

Matthias Richter vom FC 09 Speyer erwartet von der nach drei deutlichen Heimklatschen frustrierten Elf eine Reaktion: „Die Mannschaft möchte ein anderes Gesicht zeigen als bei den letzten Heimspielen und in Völklingen unbedingt punkten.“

Ein Punkt abseits des sportlichen Geschehens beschäftigt derzeit die drei Vereine. Der Terminplan ist ein Ärgernis. Wäre es nicht möglich, die Terminierung so zu gestalten, dass bei den Begegnungen der drei Oberligisten keine Termin-Überschneidungen stattfinden? Dies fragen sich nicht nur die Vereinsfunktionäre, sondern auch Fußballfreunde der Region. Eines ist aber klar: Bei drei Teams lässt sich dies nicht vollständig vermeiden.

Kober vom FV Dudenhofen sieht in den Überschneidungen eine Katastrophe: „Ich glaube da kann ich auch für Speyer und Mechtersheim sprechen. Schließlich nehmen wir uns gegenseitig die Zuschauer weg. Da sollte man sich für die Rückrunde unbedingt etwas einfallen lassen.“ Kontakte mit dem Verband habe es nicht gegeben, da der FVD aufgrund vieler Jugendmannschaften die Spiele nicht verschieben könne. Durch die gleichzeitig stattfindenden Heimspiele entstünden dem Verein finanzielle Nachteile: „Es fehlen Einnahmen bei den Eintrittsgeldern und selbstverständlich auch aus dem Wirtschaftsbetrieb, denn die Leute essen und trinken ja auch was.“ Dieses Manko gilt für die drei Clubs gleichermaßen.

Ungewohnte Situation

Kober meint, dass der Verband bei den Spielansetzungen darauf achten sollte, dass die nicht hundertprozentig zu vermeidenden Überschneidungen auf ein Minimum reduziert sind. „Vielleicht könnte man Partien einfach drehen, auch auf die Gefahr hin, dass man zwei Auswärtsspiele hintereinander zu bestreiten hat. Eine derartige Situation hatten wir bisher noch nie“, betont Dudenhofens Sportlicher Leiter.

„Natürlich ist es ein Nachteil, wenn wir alle drei Zuhause antreten müssen“, sagt Magin. Mechtersheim habe vergeblich versucht, etwas zu ändern: „Es muss eben auch der Gegner zustimmen. In unserem Fall sind es allerdings nur noch drei Spieltage, an denen es zu Überschneidungen kommt – am 9. und 17. Spieltag mit Dudenhofen und am 21. mit Speyer.“ Sportlich habe die Terminplanung keine Bedeutung, denn „jeder muss seine Spiele absolvieren, und da ist es egal, wann die gespielt werden.“

Abhilfe zu schaffen sieht Magin etwas problematisch: „Es ist sicher nicht einfach, es jedem recht zu machen. Klar wäre es ohne Überschneidungen besser. Wenn dies aber nicht vollständig zu vermeiden ist, könnte man wenigsten die Anstoßzeiten verschieben.“

Auch Richter vom FC 09 Speyer äußerte sich wenig begeistert, obwohl ihm bewusst ist, dass die Termingestaltung ein schwieriges Unterfangen darstellt. „Vielleicht hätten wir im Vorfeld darauf hinwirken sollen, dass eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Spieltage zwischen Samstag, Sonntag und Montag hätte eingeplant werden können“, meinte er. Für den FC 09 seien, wie auch bei Dudenhofen, die Heimspiele wegen der vielen Jugendmannschaften ein großes Problem. Deshalb versuche der Verein, die Spiele der Aktiven auf Sonntage zu legen. „Mit der Situation müssen wir nun einfach leben. Am Spielplan ist aber durchaus zu erkennen, dass sich der Verband bemüht hat, die drei Vereine unserer Region gerecht zu behandeln“, versucht Richter den Terminvorgaben auch etwas Positives abzugewinnen.

So spielen Speyer, Dudenhofen und Mechtersheim am Mittwoch alle auswärts Dudenhofen muss in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, Gruppe Süd, bei FC Hertha Wiesbach und FC Speyer 09 bei SV Röchling Völklingen antreten (beide 19.30). Mechtersheim spielt beim FC Arminia Ludwigshafen (19 Uhr).dsch

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