Speyer Warnstreiks denkbar

Die IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, zu deren Gebiet auch Speyer gehört, zieht mit dem bisherigen Führungsduo Günter Hoetzl (Erster Bevollmächtigter) und Barbara Jantowski (Zweite Bevollmächtigte) in die nächste Tarifrunde. Die IG bereitet sich auf einen Arbeitskampf vor.
Die anstehende Tarifrunde 2016 sei eine reine Entgelttarifrunde, sagte Hoetzl. Nach langer Diskussion habe man sich auf eine Forderung von fünf Prozent festgelegt. Dies sei betriebs- und volkswirtschaftlich vertretbar. „Wir haben uns auf die Tarifrunde gut vorbereitet“, sagte Hoetzl. Man habe neue Aktionsformen gefunden. Wenn es am 15. April kein akzeptables Verhandlungsergebnis gebe, werde man am 4. Mai zur ersten Warnstreikwelle aufrufen. Alle Betriebe und Schichten sollten einbezogen werden. Eine Urabstimmung sei vom 23. bis 25. Mai möglich, ab 30. Mai ein Streik. In ihrem Geschäftsbericht zeichneten Günter Hoetzl und die Gewerkschaftssekretäre Mathias Franz und Birgit Mohme das Bild einer gut aufgestellten Organisation. Seit 2013 seien gut 300 neue Mitglieder gewonnen worden. Der aktuelle Mitgliederstand belaufe sich auf 9972. Finanziell hätten 2015 bei Halberg in Ludwigshafen und Siemens in Frankenthal die Auseinandersetzungen um die Arbeitsplätze zu Buche geschlagen. Unter den 13 Vorstandsbeisitzern sind aus Speyer Andrea Borcherts (PFW), Gabriele Weil (TE Connectivity) und Gerhard Weis (Mann und Hummel). DGB-Regiongeschäftsführer Rüdiger Stein warb für eine Demo gegen den Missbrauch von Leiharbeit am Samstag, 8. April, in München. Ein Bus fahre ab Speyer um 5.30 Uhr. (enk)