Pro & Contra War die Entscheidung zur Weihnachtsmarkt-Schließung richtig?

Ausgedünnt: Aufbaubereich des Weihnachtsmarkts.
Ausgedünnt: Aufbaubereich des Weihnachtsmarkts.

Pro: Stadt hat ihr Möglichstes getan

Die Stadt hat alle Register gezogen, um den Beschickern und Bürgern so lange wie möglich einen Weihnachtsmarkt zu ermöglichen.

Ein Weihnachtsmarkt in der Pandemie ist nicht leicht zu rechtfertigen. Doch die Stadt Speyer hat ihr Möglichstes getan, um Beschickern und Besuchern ein Angebot machen zu können. Das zunehmende Infektionsgeschehen wurde ernst genommen, Maßnahmen wurden verschärft: Die Standorte wurden entzerrt, die Öffnungszeiten verkürzt. Statt 3G galt bald 2G, und der Sonntag fiel als Markttag weg. Das alles ist nun nicht mehr haltbar. Die Stadt zieht nach Rücksprache mit den Beschickern die Reißleine und sagt den Markt nun endgültig ab. Es war zwar ein Sterben auf Raten. Aber die Stadt hat für alle Beteiligten ihr Möglichstes getan.

Contra: Weiterhin kein gutes Zeichen

Warum ein Ende ausgerechnet am 18. Dezember? Richtschnur für dieser Entscheidung war wohl eher nicht die Pandemiebekämpfung.

Entweder ist die Vorgehensweise im Speyerer Rathaus einfach nur genial oder schlicht fahrlässig: Da wird solange beraten und angedeutet, bis doch fast Weihnachten ist, wenn der Markt beendet wird. Vielleicht hätte er gar nicht erst eröffnet werden sollen. Keiner weiß, woher all die Corona-Infektionen genau kommen, keiner behauptet, dass der Weihnachtsmarkt dabei ein größeres Problem darstellt. Entscheidender ist das Zeichen, das von dem Angebot ausging. Virologen fordern längst Kontaktreduktionen, die Intensivstationen füllen sich. Und: Macht nach all dem Hin und Her der 2G-Glühwein mit Abstand vor 18 Uhr wirklich Spaß?

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